Adoptieren statt kaufen
Adoptieren statt kaufen heißt, einem Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu geben, statt es im Handel zu erwerben - günstiger, verantwortungsvoll und ein Gewinn für den Tierschutz. Gegen eine Schutzgebühr ziehen Hunde, Katzen und viele weitere Tiere ein, die meist schon kastriert, geimpft und gechippt sind.
Ein neues Haustier zieht ein - für viele beginnt die Suche im Zoofachhandel, im Baumarkt mit Tierabteilung oder sogar im Online-Shop. Vögel, Kleintiere, Fische und Reptilien werden dort teils wie Ware angeboten, per Mausklick bestellbar. So einfach das ist: Tiere sind keine Ware. Wer verantwortungsvoll handelt, adoptiert statt zu kaufen - und schenkt einem Tier aus dem Tierheim ein Zuhause.
Tiere sind keine Ware
Wer lebende Tiere im Regal anbietet, macht sie zur Ware - mit allen Folgen: Die Haltung im Handel ist selten optimal, die Tiere stehen unter Stress, und ihre Herkunft bleibt oft im Dunkeln. Im Verkaufsgespräch zählt der Umsatz, nicht das Wohl des Tieres; eine echte Beratung oder gar eine Kontrolle des künftigen Zuhauses findet nicht statt. Jedes Lebewesen verdient stattdessen Wertschätzung und Respekt.
Adoptieren oder kaufen? Der Vergleich
| Tierheim / Tierschutz | Handel / unseriöse Zucht | |
|---|---|---|
| Ziel | ein gutes, dauerhaftes Zuhause finden | möglichst viel verkaufen |
| Beratung | ehrlich, auch zu Aufwand und Nachteilen | verkaufsorientiert |
| Herkunft | bekannt, Tier ist gecheckt | oft unklar |
| Nachkontrolle | ja, Ansprechpartner bleibt | keine |
| Kosten | Schutzgebühr, meist kastriert/geimpft/gechippt | Kaufpreis, oft ohne Gesundheitsvorsorge |
Die Tierpfleger kennen den Charakter jedes Tieres, beraten zur artgerechten Haltung und stellen Interessenten einige Fragen - damit ihr Schützling nicht erneut im Heim landet. Diesen etwas höheren Aufwand nimmt man gern in Kauf, denn man gewinnt einen kompetenten Ansprechpartner statt eines Verkäufers.
Warum eine Schutzgebühr?
Tiere aus dem Tierschutz gibt es nicht kostenlos - aus gutem Grund:
- Die Schutzgebühr ist eine wichtige, meist nicht einmal kostendeckende Einnahme.
- Ein symbolischer Betrag schafft Wertschätzung für die Tierschutzarbeit.
- Kostenlose Tiere würden Spontanaufnahmen fördern - das will der Tierschutz vermeiden.
- Sie zeigt, dass die neuen Halter die laufenden Kosten eines Tieres stemmen können.
So können Sie den Tierschutz unterstützen
Ein Tier zu adoptieren ist schon ein großer Beitrag. Wer mehr tun möchte, hat viele Möglichkeiten:
Tipp aus der Redaktion
Von einer Adoption zu sprechen ist kein Zufall: Es ist eine lebensverändernde, nachhaltige Entscheidung. Das Tier hat sein Zuhause schon einmal verloren - diese Erfahrung sollte es nie wieder machen müssen. Bedenken Sie vorab alles ehrlich und seien Sie sich sicher, dann darf Ihr neuer Gefährte endlich ankommen.
Häufige Fragen zum Adoptieren statt Kaufen
Statt eines Kaufpreises fällt eine Schutzgebühr an - je nach Tierart und Heim etwa 80 bis 600 Euro. Sie deckt oft schon Kastration, Impfung und Chip ab.
Sie finanziert die Tierschutzarbeit mit, schafft Wertschätzung, verhindert Spontanaufnahmen und zeigt, dass die Halter die laufenden Kosten tragen können.
Beim Kauf steht das Geschäft im Vordergrund, bei der Adoption das Wohl des Tieres: ehrliche Beratung, bekannte Herkunft und ein Ansprechpartner, der auch nach der Vermittlung bleibt.
Technisch ja - ratsam ist es nicht. Herkunft und Haltung sind meist unklar, oft steckt Qualzucht oder illegaler Handel dahinter. Der Tierschutz ist die bessere Adresse.
Durch ehrenamtliche Mithilfe, Geld- oder Sachspenden (etwa Futter) oder eine Patenschaft für ein Tierheimtier.
Ein Tier aus dem Tierheim adoptieren
In den Tierheimen warten Hunde, Katzen, Kleintiere und viele weitere Tiere auf ein neues Zuhause. Finden Sie ein Tierheim in Ihrer Nähe und lernen Sie Ihren künftigen Gefährten kennen.
Tierheim in der Nähe finden