Ehrenamt im Tierheim
Ein Ehrenamt im Tierheim bedeutet, Tierpfleger bei Gassi-Runden, Katzenpflege, Reinigung oder Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen - unentgeltlich, aber mit steuerfreier Aufwandsentschädigung möglich. Interessenten melden sich einfach direkt beim Tierheim vor Ort und werden dort eingewiesen.
Tierheime und Tierschutzvereine sind chronisch unterbesetzt: Die tägliche Versorgung, Pflege und Reinigung der Gehege verschlingt so viel Zeit, dass für Zuwendung, Spielen und Schmusen kaum noch Raum bleibt. Genau hier setzt das Ehrenamt an. Wer Tiere liebt und etwas Zeit erübrigen kann, wird im örtlichen Tierheim mit offenen Armen empfangen - und leistet einen Beitrag, der oft darüber entscheidet, wie schnell ein Tier ins neue Zuhause vermittelt wird.
Welche Aufgaben übernehmen Ehrenamtliche im Tierheim?
Ob öffentlich getragenes Tierheim oder spendenfinanzierter Verein: Beide sind auf tatkräftige Unterstützung angewiesen, denn allein mit festem Personal lässt sich die Arbeit kaum bewältigen. Typische Aufgaben für Ehrenamtliche sind:
- Gassi gehen mit den Hunden
- Mit Katzen und Kleintieren schmusen und Zeit verbringen
- Problemhunde begleiten, etwa beim Besuch der Hundeschule
- Tiertransporte zu Tierarzt oder neuem Zuhause übernehmen
- Füttern und Gehege reinigen
- Öffentlichkeitsarbeit unterstützen und Spenden sammeln
- Als Pflegestelle für ein Tier auf Zeit einspringen
So werden Sie ehrenamtlicher Helfer im Tierheim
- Kontakt aufnehmen: Rufen Sie das Tierheim in Ihrer Nähe an oder schreiben Sie eine kurze Mail mit Ihrem Interesse.
- Kennenlerngespräch: Vor Ort klären Sie, welche Aufgaben zu Ihnen passen und wie viel Zeit Sie einbringen können.
- Einweisung: Die Tierpfleger zeigen Ihnen Abläufe, Sicherheitsregeln und den Umgang mit den Tieren.
- Erste Einsätze unter Begleitung: Zu Beginn übernehmen Sie einfache Aufgaben gemeinsam mit erfahrenen Helfern.
- Regelmäßiger Einsatz: Danach übernehmen Sie einen festen Rhythmus, zum Beispiel einen Nachmittag pro Woche.
Ehrenamt im Tierschutz: Vorteile und Herausforderungen
Das gewinnen Sie
- Direkter Kontakt zu Tieren, auch ohne eigenes Haustier
- Neue soziale Kontakte im Team der Helfer
- Praktische Erfahrung, oft steuerfreie Aufwandsentschädigung
- Das gute Gefühl, aktiv zum Tierwohl beizutragen
Das sollten Sie bedenken
- Schicksale kranker oder vernachlässigter Tiere belasten emotional
- Die Arbeit ist oft körperlich anstrengend und schmutzig
- Eine Bezahlung erfolgt nicht, nur eine Aufwandsentschädigung ist möglich
- Verlässlichkeit wird erwartet, das Team zählt auf Sie
Wie wird ehrenamtliches Engagement gefördert?
Ein Ehrenamt ist Freiwilligenarbeit für das Gemeinwohl, sei es in Vereinen, bei der Feuerwehr oder im Tierschutz. Aufwandsentschädigungen bleiben bis zu bestimmten Freibeträgen steuerfrei, und viele Vereine bieten Schulungen zum Umgang mit den Tieren an. Einen finanziellen Gewinn erzielen Ehrenamtler damit nicht, doch die Anerkennung, die sie erfahren, ist oft mehr wert als Geld.
Tipp aus der Redaktion
Bleiben Sie vernünftig und wahren Sie etwas Distanz: Ehrenamtliche werden immer wieder mit schwierigen Schicksalen konfrontiert und sehen, wie Tiere darunter leiden, kein eigenes Zuhause zu haben. Der Wunsch, jeden Notfall selbst zu adoptieren, ist verständlich, aber praktisch nicht machbar. Konzentrieren Sie Ihr Engagement lieber darauf, den Tieren im Heim Zuwendung zu geben und die Vermittlung aktiv zu unterstützen.
Weiterführende Ratgeber zum Tierschutz
Häufige Fragen zum Ehrenamt im Tierheim
Je nach Neigung übernehmen Ehrenamtliche das Gassi gehen mit Hunden, das Schmusen mit Katzen, die Reinigung der Gehege, Tiertransporte, Öffentlichkeitsarbeit oder das Sammeln von Spenden.
Nehmen Sie Kontakt zum Tierheim in Ihrer Nähe auf, vereinbaren Sie ein Kennenlerngespräch und starten Sie nach einer kurzen Einweisung mit begleiteten ersten Einsätzen.
Nein, die meisten Tierheime weisen neue Helfer selbst ein. Wichtig sind vor allem Zuverlässigkeit, Geduld und Freude am Umgang mit Tieren.
Ein Ehrenamt wird grundsätzlich unentgeltlich ausgeübt. Manche Vereine zahlen eine Aufwandsentschädigung für entstandene Kosten, die meist steuerfrei bleibt.
Das legen Sie mit dem Tierheim gemeinsam fest. Oft reichen schon wenige Stunden pro Woche, etwa ein fester Nachmittag für Gassi-Runden oder Katzenbetreuung.
Werden Sie ehrenamtlicher Helfer
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