Hundeschule

In der Hundeschule müssen Vierbeiner zwar nicht im wahrsten Sinne des Wortes die Schulbank drücken, im übertragenen Sinne trifft dies aber durchaus zu, denn hier geht es darum, dem besten Freund des Menschen eine gewisse Erziehung zukommen zu lassen. Unabhängig davon, ob es sich um einen Welpen vom Züchter oder einen Hund aus dem Tierheim handelt, kann der Besuch einer Hundeschule für Mensch und Tier sehr bereichernd sein. Natürlich beginnt die Hundeerziehung unmittelbar mit dem Einzug des Vierbeiners, schließlich lernt dieser daheim unter anderem, dass er seine Notdurft nur draußen verrichten soll und beispielsweise auch, dass das Bett für ihn tabu ist. Im Alltag stößt man zuweilen aber auch an seine Grenzen und wünscht sich professionelle Unterstützung durch einen Hundetrainer beziehungsweise eine Hundetrainerin. In solchen Fällen sollte man nach einer geeigneten Hundeschule Ausschau halten.

Wann sollte man mit seinem Vierbeiner die Hundeschule besuchen?

Unter fachkundiger Anleitung erlernen Hund und Halter so den richtigen Umgang miteinander. Im Wesentlichen geht es dabei jedoch darum, dem Menschen Wissen rund um den Hund zu vermitteln. Die natürlichen Verhaltensweisen des Hundes werden dabei ebenso wie seine Körpersprache behandelt. Gleichzeitig wird dem Vierbeiner eine grundlegende Erziehung zuteil, die den Grundstein dafür legt, dass er sich harmonisch in die Familie einfügt. Sitz, Platz, Aus und einige weitere Befehle stehen somit in praktisch jeder Hundeschule auf dem Lehrplan. Grundsätzlich bietet sich der Besuch einer Hundeschule also immer an, wenn Mensch und Hund konfliktfrei zusammenleben wollen. Nicht wenige Hundehalter sehen allerdings erst einmal keine Notwendigkeit darin, gemeinsam mit ihrem Vierbeiner eine Hundeschule zu besuchen. Erst wenn die Probleme so gravierend sind, dass sie das alltägliche Leben negativ beeinflussen, ist ein gewisser Leidensdruck vorhanden. Dann muss man nicht gleich zum Hundepsychologen, sondern sollte es mit einem guten Hundetraining versuchen. Im Zuge dessen können unter anderem die folgenden typischen Probleme angegangen werden:

  • Der Hund zieht an der Leine.
  • Der Hund haut ab und kann nicht ohne Leine laufen gelassen werden.
  • Der Hund zeigt massives Jagdverhalten.
  • Der Hund reagiert bei Begegnungen mit anderen Hunden aggressiv.
  • Der Hund lässt sich nicht abrufen.
  • Der Hund zerstört Dinge in der Wohnung.
  • Der Hund kann nicht alleine bleiben.
  • Der Hund ist ängstlich oder nervös.
  • Der Hund wird einfach nicht stubenrein.

Es geht also oftmals gar nicht so sehr darum, die typischen Grundkommandos zu erlernen, sondern vielmehr um eine Basis, die das Zusammenleben ermöglicht. Ein/e Hundetrainer/in kann hier eine große Hilfe sein und als Fachmann beziehungsweise -frau Wege aus bestehenden Konflikten aufzeigen.

Der Besuch einer Hundeschule ist allerdings längst nicht nur in Problemfällen anzuraten. Vielfach ergibt sich so auch einfach die Möglichkeit, einer aktiven Freizeitgestaltung mit dem Hund. Außerdem darf man nicht vergessen, dass der Hund als soziales Wesen auch Kontakt zu Artgenossen braucht. Diesen bekommt er in der Hundeschule und kann neben dem Training auch ausgelassen mit seinen tierischen Mitschülern toben. Welpenkurse und Spielstunden schaffen zudem die Basis für eine angemessene Sozialisierung, die für jeden heranwachsenden Hund absolut essentiell ist.

Wie hoch sind die Kosten für die Hundeschule?

Die Vorteile eines professionellen Hundetrainings liegen mehr oder weniger auf der Hand. Allerdings verursacht die Hundeschule zusätzliche Kosten. Je nach Angebot bucht man einzelne Kurse, erwirbt eine 10er-Karte fürs Training oder engagiert den Hundetrainer stundenweise. Aufgrund der unterschiedlichen Abrechnungskonzepte der Hundetrainer können die Kosten mitunter stark variieren. Insbesondere dann, wenn Verhaltensauffälligkeiten vorliegen oder Probleme bestehen, sollte man jedoch nicht nur aufs Geld schauen, sondern vor allem auf eine adäquate Qualifikation des Hundetrainers achten. Dass ein kompetenter Hundetrainer auch seinen Preis hat, liegt in der Natur der Sache. Wie hoch dieser konkret ist, muss stets bei der jeweiligen Hundeschule erfragt werden und lässt sich nicht pauschal beantworten.

Hundeerziehung für Zuhause

Nicht nur aus Kostengründen kann die Hundeerziehung in Eigenregie eine weitere Option sein. Im Fachhandel findet man eine umfassende Fachliteratur, die sich detailliert mit der Hundeerziehung auseinandersetzt. Entsprechende TV-Formate sowie Tipps und Tricks aus dem Internet sorgen ebenfalls dafür, dass der Eindruck entsteht, man könne die Hundeerziehung zuhause ohne fachliche Anleitung durch einen Hundetrainer bewerkstelligen. Dies kann auch durchaus zutreffen, doch als Laie kann man eine professionelle Hundetrainerin nicht ersetzen. Doch selbst, wenn man die Hundeschule besucht, einen Hundetrainer privat engagiert oder Mitglied in einem Hundeverein ist, kommt man um Hundeerziehung für Zuhause nicht herum. In erster Linie muss der Halter im Alltag mit seinem Vierbeiner zurechtkommen und dementsprechend das Gelernte daheim umsetzen. Es bringt schließlich nichts, wenn der Vierbeiner auf dem Hundeplatz absoluten Gehorsam zeigt, Zuhause aber doch macht, was er will. Hier ist somit Konsequenz gefordert. Mitunter kann es sinnvoll sein, die Hundetrainerin mal nach Hause kommen zu lassen oder eine mobile Hundeschule in Anspruch zu nehmen. Dabei findet das Hundetraining im vertrauten Umfeld statt, was der Alltagstauglichkeit des Hundes sehr zugute kommt.

Gibt es Alternativen zur klassischen Hundeschule?

Man muss die Hundeerziehung aber nicht in Eigenregie übernehmen und kann durchaus auf die eine oder andere Alternative zur Hundeschule zurückgreifen. Vielen Hundehaltern kommt dies sehr entgegen, wobei hier unterschiedliche Gründe ausschlaggebend sein können. Grundsätzlich ist es immer ratsam, alle Optionen in Betracht zu ziehen und sich ein genaues Bild zu machen, um die jeweils beste Lösung zu finden. Nachfolgend finden sich ein paar Optionen für Hundehalter, die fachliche Unterstützung bei der Erziehung ihres Vierbeiners suchen.

Was ist eine mobile Hundeschule?

Nicht selten bietet es sich an, die Dienste einer mobilen Hundeschule in Anspruch zu nehmen. Im Gegensatz zu klassischen Hundeschulen hat diese keinen festen Standort und kann unter anderem eine Betreuung im gewohnten Umfeld bieten. Der Hundetrainer kommt dabei auch nach Hause und kann so das typische Problemverhalten beobachten und umgehend korrigieren. Zudem kann dabei auf die Wünsche des Hundehalters eingegangen werden. Geht es beispielsweise darum, dass sich der Hund in der Stadt oder im Restaurant zu benehmen lernt, können die Trainings der mobilen Hundeschule im betreffenden Umfeld stattfinden.

Online-Hundeschule

Noch mehr Flexibilität bieten Online-Fernkurse, die sich auch im Bereich der Hundeerziehung etabliert haben, denn im World Wide Web findet man durchaus die eine oder andere Online-Hundeschule. Anhand von Videos kann man sich mit der Hundetrainerin austauschen und seine Lernfortschritte vorzeigen. Im Gegenzug stellt die Online-Hundeschule zahlreiche Lernvideos bereit, anhand derer der Hundehalter mehr über die Erziehung von Hunden erfährt. Allerdings ist hier ein hohes Maß an Eigeninitiative gefordert. In den problematischen Situationen draußen ist man zudem trotzdem auf sich allein gestellt. Kontakt zu anderen Vierbeinern bekommt der Hund durch eine Online-Hundeschule auch nicht.

Hundevereine

Wenn es um Alternativen zur klassischen Hundeschule geht, sind auch die zahlreichen Hundevereine zu nennen. Vielerorts existieren Hundevereine, in denen sich Hundehalter organisieren und gemeinsam mit ihren Hunden trainieren. Vielfach geht es hier um bestimmte Hundesportarten, doch auch die grundlegende Hundeerziehung wird in entsprechenden Kursen angeboten.

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