Tierschutz

Tierschutz umfasst alle Maßnahmen, die Tiere vor Leid, Quälerei und Missbrauch bewahren - von der Gesetzgebung über Tierheime bis zum ehrenamtlichen Engagement. In Deutschland ist er seit 2002 sogar als Staatsziel im Grundgesetz verankert.

Wer sich für Tiere einsetzt, engagiert sich meist automatisch auch für den Tierschutz - ob im Tierheim um die Ecke, beim bewussten Einkauf oder durch eine Spende an eine Tierschutzorganisation. Der Begriff steht für alle Maßnahmen, die Tiere vor Leid, Quälerei und Missbrauch schützen sollen, und ist in Deutschland sogar im Grundgesetz verankert. Wie sich der Tierschutz entwickelt hat, wer sich dafür einsetzt und was Sie selbst tun können, erfahren Sie hier.

Ehrenamtliche Tierpflegerin kümmert sich liebevoll um einen Hund im Tierheim

Was bedeutet Tierschutz?

Der Begriff Tierschutz fasst alle Maßnahmen zusammen, die Tiere vor Quälerei und Missbrauch bewahren. Damit nimmt der Mensch seine Verantwortung gegenüber seinen Mitgeschöpfen wahr, die ihre Rechte naturgemäß nicht selbst vertreten können. Tierschutz besteht dabei nicht nur aus gesetzlichen Vorschriften, sondern lebt vor allem vom Willen, wehrlose Tiere zu schützen. Je nach Bereich zeigt sich das unterschiedlich: In der Nutztierhaltung geht es um artgerechte Bedingungen, im ökologischen Kontext eher um Artenschutz, und bei Haustieren steht die Vermittlung in Not geratener Tiere im Vordergrund. Das Ziel bleibt aber immer dasselbe: Tieren ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen.

Geschichte und Gesetzeslage

Lange Zeit war von Tierschutz keine Rede, denn Tieren wurde eine Seele abgesprochen. Erst die Industrialisierung der Landwirtschaft weckte im 19. Jahrhundert ethische Bedenken, und es formierten sich erste Tierschutzbewegungen. England erließ 1822 ein Tierschutzgesetz, im Deutschen Kaiserreich folgte 1879 ein Verbot, Tiere öffentlich zu misshandeln oder boshaft zu quälen. Das heute geltende Tierschutzgesetz trat 1972 in Kraft und verpflichtet Halter, das Wohlbefinden ihrer Tiere als Mitgeschöpfe zu schützen. Seit 2002 ist der Tierschutz zudem als Staatsziel in Artikel 20a des Grundgesetzes festgeschrieben.

Tierheime und Tierschutzorganisationen

Der Tierschutz mag gesetzlich geregelt und Staatsziel sein, doch die tägliche Praxis übernehmen Tierheime, Tierschutzvereine und überregionale Organisationen. Tierheime nehmen in Not geratene Haustiere auf, versorgen sie und vermitteln sie in ein neues Zuhause. Viele werden von Tierschutzvereinen betrieben, die zusätzlich mit Pflegestellen zusammenarbeiten und sich für ein stärkeres Bewusstsein für die Bedürfnisse von Tieren einsetzen. Eine führende Rolle übernimmt hierzulande der Deutsche Tierschutzbund. Auch der Bundesverband Tierschutz, der Bund gegen Missbrauch der Tiere und PETA setzen sich auf Bundesebene für Haus- und Wildtiere ein.

Verstoß gegen den Tierschutz melden - so gehen Sie vor

  1. Beobachtung festhalten: Datum, Ort und Zustand des Tieres notieren, wenn möglich mit Fotos belegen.
  2. Örtliches Tierheim oder Tierschutzverein kontaktieren und schildern, was Sie gesehen haben.
  3. Zuständiges Veterinäramt informieren - das können auch Privatpersonen tun und ist oft der schnellste Weg.
  4. Der Behörde die Kontrolle überlassen und für Rückfragen erreichbar bleiben.

Tipp aus der Redaktion

Tierschutz beschränkt sich nicht auf die Anschaffung eines Haustiers, sondern betrifft nahezu jede Lebenslage: den Wocheneinkauf, die Wahl der Kleidung oder politische Entscheidungen. Wer beim Einkauf auf die Haltungsform achtet und Massentierhaltung meidet, unterstützt den Tierschutz jeden Tag - ganz ohne eigenes Tier.

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Häufige Fragen zum Tierschutz

Was versteht man unter Tierschutz?

Tierschutz umfasst alle Maßnahmen, die Tiere vor Leid, Quälerei und Missbrauch bewahren und ihnen ein artgerechtes Leben ermöglichen.

Seit wann ist Tierschutz im Grundgesetz verankert?

Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel in Artikel 20a des Grundgesetzes festgeschrieben.

Wo kann ich einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz melden?

Wenden Sie sich an das örtliche Veterinäramt. Auch ein Tierheim oder ein Tierschutzverein in der Nähe hilft weiter.

Welche Organisationen setzen sich in Deutschland für Tierschutz ein?

Zu den bekanntesten zählen der Deutsche Tierschutzbund, der Bundesverband Tierschutz, der Bund gegen Missbrauch der Tiere und PETA sowie unzählige lokale Tierschutzvereine.

Wie kann ich mich für den Tierschutz engagieren, ohne selbst ein Tier zu halten?

Möglich sind Ehrenamt im Tierheim, Geld- oder Sachspenden oder eine Patenschaft für ein Tierheimtier.

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Ob Adoption, Ehrenamt oder einfach nur ein Besuch: In den Tierheimen vor Ort wird Tierschutz jeden Tag gelebt. Finden Sie das passende Tierheim in Ihrer Region.

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Redaktionell geprüft von der Tierheim.com-Redaktion · Aktualisiert: September 2026

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