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Welpen aus dem Tierheim

Wenn es um Hunde aus dem Tierheim geht, denken die meisten Menschen vor allem an ältere und/oder vorbelastete Vierbeiner, die nun auf eine zweite Chance hoffen. Wer sich aber einen Hund anschaffen möchte, wünscht sich oftmals einen niedlichen Welpen, den er von Anfang an durchs Leben begleiten kann.

Das sogenannte Kindchenschema spielt dabei oftmals auch eine nicht unwesentliche Rolle und weckt bei vielen Menschen Mutter- beziehungsweise auch Vatergefühle. Dass auch Welpen im Tierheim häufig anzutreffen sind, dürfte viele Menschen sehr überraschen, die auf der Suche nach dem perfekten Welpen zumeist eher einen entsprechenden Züchter aufsuchen. Solange es sich um eine verantwortungsvolle und seriöse Zucht und keinen Vermehrer handelt, spricht grundsätzlich auch nichts gegen diesen Schritt.

Wenn Sie aber zugleich etwas Gutes und einem jungen Hund neue Hoffnung schenken wollen, lohnt es sich, nach Tierheim-Welpen Ausschau zu halten. Diese sind leider gar nicht so selten, wie man vielleicht annehmen könnte.

Warum landen Welpen im Tierheim?

In vielen Fällen fragen sich Hundefreunde, warum ausgerechnet auch Welpen im Tierheim landen. Dass ältere und/oder kranke Tiere mitunter ihr Zuhause verlieren, ist leider traurige Realität. Man könnte allerdings annehmen, dass zumindest Welpen ein solches Schicksal erspart bleibt, schließlich gibt es hier in der Regel genügend Interessenten. Dies ist zwar durchaus zutreffend, doch so mancher Welpenkäufer stellt schnell fest, dass er mit der Aufzucht und Erziehung eines jungen Hundes heillos überfordert ist.

Dann landet auch ein Welpe schnell mal im Tierheim. Darüber hinaus stoppen engagierte Tierschützer immer häufiger illegale Tiertransporte mit unzähligen Welpen, die gewinnbringend verkauft werden sollen und beispielsweise in Welpenfarmen landen. Gelingt es den Tierschützern, die Tiere zu befreien, werden diese erst einmal im Tierheim beziehungsweise auf Pflegestellen untergebracht und warten dort dann auf eine rasche Vermittlung in verantwortungsvolle Hände.

Zuweilen werden im Auslandstierschutz auch Welpen nach Deutschland gebracht, wo sie deutlich bessere Vermittlungschancen haben. Zu guter Letzt sei es auch noch erwähnt, dass so mancher verantwortungslose Tierhalter seine trächtige Hündin einfach abschiebt oder die unerwünschten Welpen loswerden möchte. Es kann somit viele Gründe dafür geben, dass süße Welpen im Tierheim landen.

Worauf muss man bei Welpen aus dem Tierheim besonders achten?

Wer sich einen Welpen zulegt, muss immer bedenken, dass der junge Hund erst noch alles lernen muss. Er ist weder stubenrein noch anderweitig erzogen, so dass junge Hundeeltern eine fordernde Zeit erwartet. Bei einem Welpen aus dem Tierheim gilt dies natĂĽrlich ebenfalls, wobei man sich hier mitunter noch nicht einmal hinsichtlich der Rasse und somit der natĂĽrlichen Anlagen sicher sein kann.

Auch die Vergangenheit des Welpen ist mitunter ungewiss. Es stellt sich also die Frage, ob das Tier schlechte Erfahrungen mit dem Menschen gemacht hat, ob die Elterntiere gesund waren und wie der Welpe sozialisiert wurde.

Welpen in Not

Dass ältere Hunde zuweilen im Tierheim landen, weil sich die Lebensumstände ihres Halters geändert haben, dieser schwer erkrankt oder verstorben ist oder einfach das Interesse an dem Vierbeiner verloren hat, ist traurige Realität. Aber auch Welpen können in Not geraten und zu Notfällen im Tierschutz werden. In Anbetracht der Tatsache, dass viele Hundezüchter/innen lange Wartelisten führen und das Interesse an Junghunden im Allgemeinen sehr groß ist, erscheint es auf viele Menschen sehr überraschend, dass auch Welpen im Tierheim sitzen und ein neues Zuhause suchen.

Woher kommen die Welpen aus dem Tierheim?

Hundefreunden drängt sich vielfach die Frage auf, woher die Welpen aus dem Tierheim stammen. In der Regel finden sich für Hundewelpen stets Abnehmer, weshalb es unverständlich erscheint, warum so junge Hundekinder im Tierschutz landen. Dafür kann es unterschiedlichste Gründe geben.

Nachfolgend findet sich eine beispielhafte Ăśbersicht, die veranschaulicht, was so mancher Welpe in seinem noch jungen Hundeleben bereits durchmachen musste:

  • Der Welpe wurde spontan angeschafft und macht den neuen Besitzern zu viel Arbeit, weshalb sie ihn abgeben.
  • Die trächtige MutterhĂĽndin wurde im Tierheim abgegeben und hat dort ihren Nachwuchs zur Welt gebracht.
  • Der Welpe wurde als Streuner im Ausland aufgefunden und wird wegen besserer Vermittlungschancen nach Deutschland vermittelt.
  • Der Welpe wurde beispielsweise wegen einer Erkrankung ausgesetzt.
  • Der Welpe stammt aus einer Beschlagnahmung.
  • Der Welpe wurde illegal nach Deutschland transportiert und vor den Machenschaften skrupelloser Hundehändler gerettet.

Dies sind nur einige Beispiele für typische Situationen, mit denen Tierschützer/innen tagtäglich konfrontiert sind. Die Tierheime und Tierschutzvereine beherbergen daher oftmals auch Welpen und Junghunde, die nach ihrem schwierigen Start ins Leben nun endlich das perfekte Zuhause suchen. Es werden Menschen gesucht, die wissen, worauf sie sich einlassen, und die Herausforderung annehmen.

Ein Welpe ist ohne Frage niedlich und bezaubernd, macht aber auch viel Arbeit. Stubenreinheit und Grunderziehung sind hier vor allem zu nennen und verlangen den neuen Haltern einiges ab. Wer das weiĂź und vielleicht schon Erfahrungen mit Junghunden sammeln konnte, ist bestens gerĂĽstet und kann somit einem Welpen in Not zu einem glĂĽcklichen Hundeleben verhelfen.

Achtung

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Wer einen Welpen im örtlichen Tierheim oder auf der Webseite einer Tierschutzorganisation entdeckt, verliert innerhalb weniger Sekunden sein Herz an den jungen Hund und verspürt den tiefen Wunsch, diesen zu adoptieren. Interessierte sollten aber nichts überstürzen und sich fragen, ob sie einem Welpen gerecht werden können. Im Zuge dessen ist auch der folgende Tipp aus unserer Redaktion zu beherzigen.

Geben Sie Welpen aus dem Tierheim genug Zeit!

Jeder ehemalige Tierheimhund braucht zunächst Zeit, sich in seinem neuen Zuhause einzugewöhnen. Welpen bilden hier keine Ausnahme, sondern benötigen besonders viel Zuwendung. Einerseits haben sie bereits einiges erlebt und andererseits handelt es sich um Hundekinder, die noch alles lernen müssen. Ein Welpe ist typischerweise nicht stubenrein, unerzogen und kann nicht allein bleiben.

Viel Training und Geduld sind erforderlich, um aus einem ungestümen Welpen einen guten Familienhund zu machen. Der Besuch einer Hundeschule erweist sich als sehr sinnvoll und fördert zugleich auch die soziale Entwicklung des Welpen. Wer sich nicht ausreichend Zeit für diese prägende Phase nimmt, riskiert, dass aus dem niedlichen Welpen ein echter Problemhund wird.

Fazit

Grundsätzlich könnte man meinen, dass man eher einen älteren Hund aus dem Tierheim adoptieren sollte, schließlich hat dieser in der Regel im Vergleich zu Welpen deutlich geringere Vermittlungschancen. Wenn es nicht zwingend ein Welpe sein muss, ist dies durchaus eine Überlegung wert. Nichtsdestotrotz sind insbesondere Welpen auf eine rasche Vermittlung angewiesen, schließlich ist die Prägephase maßgebend für ihre ganze weitere Entwicklung. Dass dies nicht im Tierheim geschehen sollte, liegt wohl auf der Hand, schließlich soll der Welpe zu einem selbstsicheren und alltagstauglichen Hund heranwachsen. Selbst in Tierheimen, in denen ein wenig trainiert wird, kann ein Welpe nicht so gefördert und gefordert werden wie in einem eigenen Zuhause. Nicht zuletzt auch die Tatsache, dass Welpen einfach immer unglaublich süß sind und jedes Herz im Sturm erobern, sorgt dafür, dass junge Hunde in den Tierheimen in der Regel rasch viele Interessenten haben. Wenn ein Welpe ins Haus kommt, bedeutet dies aber auch viel Stress und Arbeit, denn im Gegensatz zu älteren Tieren mit bereits gefestigtem Charakter muss ein Welpe erst noch alles lernen.

Ob es ein Welpe aus dem Tierheim sein soll, sollten Interessenten folglich vorab stets gut überdenken und nichts überstürzen. Bei einem Besuch im Tierheim kann man die Vierbeiner kennenlernen und zugleich mit den Tierpflegern ins Gespräch kommen. Diese können Auskunft über das Tier geben und stehen Welpeninteressenten gerne mit Rat und Tat zur Seite. Hier geht es nicht um den Verkauf von jungen Hunden, sondern darum, ein geeignetes Zuhause für das gesamte Hundeleben zu finden. Dass die Vermittlung von Welpen besonders streng ausfällt, dürfte daher nicht verwunderlich sein.

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