Tiervermittlung

Die Tiervermittlung bildet den Kern der Tätigkeit eines jeden Tierheims, denn dieses nimmt nicht nur herrenlose Tiere auf, sondern will diese natürlich auch weitervermitteln. Das Tierheim versteht sich somit als Zwischenstation für Vierbeiner auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Von der Abgabe bis zur erfolgreichen Vermittlung soll möglichst wenig Zeit vergehen, schließlich ist die Situation im Tierheim für die Tiere sehr belastend. Darüber hinaus sorgt eine kurzfristige oder mittelfristige Vermittlung dafür, dass vielen Tieren geholfen werden kann. Nichtsdestotrotz gibt es in nahezu jedem Tierheim auch Langzeitinsassen, die mitunter Jahre auf ein neues Zuhause warten. Während solchen Tierheimtieren in anderen Ländern durchaus die Einschläferung drohen kann, verbietet dies das deutsche Tierschutzgesetz. Die Dauer des Aufenthaltes im Tierheim kann folglich stark variieren. Jedes Tier hat aber ein eigenes Zuhause verdient, so dass kein Vierbeiner vergessen werden sollte.

Wenn Sie die Tiervermittlung durch die Tierheime unterstützen und sich so einen Vierbeiner zulegen möchten, finden Sie zumeist auf der Website des Tierheims Informationen darüber, welche Tiere dort aktuell vermittelt werden. Auch ein Besuch im örtlichen Tierheim ist dringend anzuraten, denn auf diese Art und Weise kann man sich ein eigenes Bild machen und die Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel und anderen Tierheimtiere kennenlernen. Nicht selten kommt es dann dazu, dass man sich auf den ersten Blick verliebt und so sein Herz an ein Tier aus dem Tierheim verliert.

Welche Voraussetzungen gelten für eine Tiervermittlung?

Will man ein Tier aus dem Tierheim adoptieren, muss man erst einmal den Prozess der Tiervermittlung durchlaufen. Viele Tierheime haben mehr oder weniger Checklisten, anhand derer sie die Bewerber für ein Tier auswählen. Auf den ersten Blick erscheint dies vollkommen unsinnig, schließlich sollten die Tierschützer froh sein, wenn sich jemand für einen Vierbeiner interessiert und diesem so ein neues Zuhause geben möchte. Grundsätzlich ist dies auch so, doch die Tierheime sind den Tieren verpflichtet und setzen durch eine gewissenhafte Tiervermittlung alles daran, dass der Vierbeiner nun endlich ein dauerhaftes Zuhause findet. Dazu gehört es vor allem, zu prüfen, ob Mensch und Tier zusammenpassen. Dementsprechend müssen Interessenten einige Voraussetzungen erfüllen. In erster Linie sollten sie die betreffende Tierart und ihre Haltungsbedingungen kennen, ausreichend Zeit haben und auch Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen.

Welche Unterlagen muss man als Interessent an einem Tierheimtier mitbringen?

Bevor mit dem Schutzvertrag die Tiervermittlung abgeschlossen wird, stehen ein paar Gespräche mit den Tierpflegern an. Zudem sollte man sich Zeit nehmen, das Tier zu beobachten und kennenzulernen. Im Rahmen der Tiervermittlung muss der neue Besitzer auch einige Unterlagen vorlegen. So muss er sich ausweisen können und zuweilen auch eine Erlaubnis des Vermieters vorlegen, sofern er nicht im Eigenheim wohnt. Möglicherweise ist auch eine Tierversicherung und ein Hundeführerschein erforderlich.

Wie läuft die Tiervermittlung im Tierheim ab?

Zunächst steht ein Besuch im Tierheim an, bei dem man Gelegenheit hat, die zu vermittelnden Tiere kennenzulernen. Im nächsten Schritt kann man dann sein Interesse gegenüber den Tierpflegern bekunden und mit diesen so ins Gespräch kommen. In vielen Fällen folgt dann auf einen positiven Gesprächsverlauf eine Vorkontrolle, anhand derer sich die Tierheimmitarbeiter ein Bild von den Haltungsbedingungen sowie dem Umfeld machen können. Gleichzeitig findet eine ausführliche Beratung statt. Nach ein paar Terminen zum Kennenlernen, bei denen man mit der Katze schmust oder mit dem Hund Gassi geht, wird dann ein Schutzvertrag aufgesetzt. Ist alles unter Dach und Fach, kann das Tier dann endlich das Tierheim verlassen und in sein neues Zuhause ziehen.

Kann man das Tier sofort mitnehmen?

Obgleich der Vermittlungsablauf je nach Tierheim durchaus unterschiedlich ablaufen kann, darf man zumindest bei Hunden und Katzen nicht erwarten, dass man das Tier direkt beim ersten Besuch im Tierheim sofort mitnehmen kann. Bei einem Kleintier kann dies aber durchaus der Fall sein. Ansonsten lehnen die Tierheime eine solche Vorgehensweise ab, um spontanen und unüberlegten Tieranschaffungen vorzubeugen. Die Interessenten sollen ihre Entscheidung noch einmal überdenken und sich absolut sicher sein. Gleichzeitig will sich das Tierheim davon überzeugen, dass der Interessent für die Haltung des betreffenden Tieres geeignet ist.

Fazit

Die Tiervermittlung ist zwar die zentrale Aufgabe eines jeden Tierheims und das Ziel der gesamten Arbeit, erfolgt aber nicht um jeden Preis. Tiere, die ein neues Zuhause suchen, sind aus den unterschiedlichsten Gründen im Tierheim gelandet und sollen all dies nicht noch einmal durchmachen müssen. Aus diesem Grund findet ein zuweilen strenger Vermittlungsprozess statt.

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