Hundeerziehung – Welpen & Hunde richtig erziehen

Das Zusammenleben mit einem oder mehreren Hunden ist für viele Menschen eine echte Bereicherung, denn der Hund ist als bester Freund des Menschen oftmals viel mehr als bloß ein Haustier. Zuweilen fungiert der Vierbeiner als Sozialpartner und wird somit als vollwertiges Familienmitglied betrachtet. Damit all dies auch gelingen kann, bedarf es einer adäquaten Hundeerziehung. Diese sollte im Allgemeinen eine absolute Selbstverständlichkeit sein, denn nur ein gut erzogener Hund kann den alltäglichen Herausforderungen gerecht werden und sich in die Welt der Menschen einfügen. Andernfalls wird aus dem geliebten Vierbeiner ganz schnell ein Problemfall auf vier Pfoten. Nicht selten landen dann genau diese Hunde im Tierheim. Der Fehler liegt allerdings zumeist auf menschlicher Seite, weil es der Halter schlichtweg versäumt hat, seinen Hund adäquat zu erziehen. Am Ende müssen die Hunde häufig darunter leiden, weil ihre Halter heillos überfordert sind und keinen anderen Ausweg als die Abgabe im Tierheim sehen.

Hundeerziehung – Worum geht es?

Immer wieder kommt die Frage auf, worum es in der Hundeerziehung überhaupt geht. Häufig werden die beiden Begriffe Hundeerziehung und Hundetraining durcheinandergebracht beziehungsweise als Synonyme benutzt. Streng genommen geht es in der Hundeerziehung aber nicht darum, den Hund zu trainieren, sondern vielmehr darum, den Hund gesellschaftsfähig zu machen. Der Vierbeiner muss folglich nicht zwingend Tricks oder Kommandos lernen, sondern soll durch den Menschen so beeinflusst und kontrolliert werden, dass er für keine Konflikte sorgt. Zugleich soll das Tier den Erwartungen seines Menschen gerecht werden und sich in die Familie einfügen. Die Hundeerziehung ist folglich die Basis für ein entspanntes Zusammenleben und legt zugleich den Grundstein für ein darauf aufbauendes Hundetraining.

Auch die Erziehung von Hunden basiert auf gewissen Regeln, die der Mensch konsequent umsetzen muss. Inkonsequenz macht den Erfolg der ganzen Hundeerziehung zunichte. Hunde nutzen zwar Schwächen ihres Halters vielfach aus, tun dies aber nicht in böser Absicht. Sie brauchen einfach jemanden, an dem sie sich orientieren können. Ist der Mensch nicht konsequent, kann es durchaus dazu kommen, dass der Hund die Führungsrolle übernehmen möchte. Probleme und Konflikte sind dann fast schon vorprogrammiert, so dass eine konsequente Hundeerziehung die Basis für ein glückliches Zusammenleben von Mensch und Tier schafft.

Ziele der Hundeerziehung

Trotz Domestikation unterscheidet sich die Kommunikation des Hundes maßgeblich von der des Menschen. Zugleich sind Hunde wahre Künstler bei der Interpretation des menschlichen Verhaltens und stets bestrebt, ihrem Herrchen oder Frauchen zu gefallen. Obgleich ein Hund von Geburt an mit diversen Instinkten und auch Trieben ausgestattet ist, ist er zumeist durchaus gewillt, zu gehorchen. Dazu muss er aber erst einmal verstehen, was der Mensch von ihm will. Hier kann eine solide Hundeerziehung helfen, die dem Tier verschiedene Kommandos und grundlegende Regeln näherbringt. Den meisten Menschen geht es dabei darum, dass ein harmonisches Zusammenleben möglich wird. Im Rahmen eines darüber hinausgehenden Hundetrainings kann dann eine weitere Ausbildung des Hundes erfolgen, so dass dieser beispielsweise als Diensthund oder im Hundesport eingesetzt werden kann.

Die Ziele der Hundeerziehung können somit von Fall zu Fall variieren. Im Wesentlichen geht es aber um die Stubenreinheit, Leinenführigkeit und Gehorsamkeit des Hundes. Auch die Kontrolle über das Tier und das Vermeiden von Aggressionen sind zentrale Anliegen einer jeden Hundeerziehung.

Einfache Hundeerziehung in Eigenregie

Viele Hundehalter/innen versuchen sich in Eigenregie an einer einfachen Hundeerziehung. Insbesondere Menschen, die keine besonderen Anforderungen an ihren Vierbeiner stellen, glauben vielfach, sie könnten ihn selbst erziehen. In den meisten Fällen gelingt dies auch recht gut, denn wenn ein Hund neu in die Familie kommt, übt er sich zumeist erst einmal in Zurückhaltung und baut eine Bindung zu seinen Menschen auf. Diesen möchte er natürlich gefallen, weshalb er bestrebt ist, in seinen Menschen gewissermaßen zu lesen. Missverständnisse kommen aber leider immer wieder vor und sind oftmals der Beginn nachhaltiger Probleme. Der Mensch sollte daher noch vor der eigentlichen Hundeerziehung sein eigenes Auftreten analysieren und dem Vierbeiner gegenüber klar und konsequent auftreten. Dies ist schon die halbe Miete und bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Hundeerziehung. Diese läuft vielfach ganz automatisch ab, denn der Hund wird automatisch in die alltäglichen Abläufe integriert und gegebenenfalls zurechtgewiesen.

Die richtige Erziehung für Problemhunde

Die Hundeerziehung ist aber leider längst nicht immer ein Selbstläufer. Bereits bei einem Welpen kann man mitunter unbemerkt Fehler machen, die sich später rächen. Ein Hund aus dem Tierheim hat dahingegen nicht immer die besten Erfahrungen gemacht und zuweilen Schwierigkeiten, sich anzupassen. Treten so im alltäglichen Leben immer wieder Konflikte auf, ist von einem Problemhund die Rede. Hier ist eine adäquate Erziehung dringend angezeigt, aber auch eine besonders große Herausforderung. Aus diesem Grund sollten sich Hundehalter/innen, die merken, dass sie bei der Hundeerziehung an ihre Grenzen kommen, diesbezüglich professionelle Hilfe suchen.

Wo findet man Unterstützung in Sachen Hundeerziehung?

Unabhängig davon, ob es um die grundlegende Erziehung eines Hundes oder die Bewältigung von Problemverhalten geht, wünschen sich viele Hundehalter/innen fachliche Unterstützung. Nach der Adoption eines Vierbeiners fühlen sie sich oftmals alleingelassen. Indem man aber selbst aktiv wird, kann man durchaus professionelle Ansprechpartner finden und so unter fachlicher Anleitung mehr über die richtige Hundeerziehung lernen.

Hundeschule

Hundehalter/innen, die sich mit der Hundeerziehung befassen möchten, landen zumeist zunächst in einer örtlichen Hundeschule. Spielstunden und Trainingseinheiten wechseln sich hier ab und bieten Mensch und Tier gleichermaßen die Möglichkeit, soziale Kontakt zu knüpfen.

Tierheim

In einigen Fällen kann man mit seinem Problemhund auch im Tierheim vorstellig werden, ohne ihn gleich abzugeben. Einige Tierschutzvereine betreiben eigene Hundeschulen oder kooperieren mit erfahrenen Hundetrainern, die zwar vorrangig, aber nicht immer ausschließlich für die oftmals traumatisierten und fehlgeprägten Tierheimhunde da sind.

Hundepsychologe

Problemhunde zeigen häufig massive Ängste oder auch Aggressionen, die ihnen eine Teilhabe am normalen Leben unmöglich machen. In der Hundeschule kommen die individuellen Bedürfnisse zu kurz, weshalb es ratsam sein kann, sich an einen Hundepsychologen zu wenden und von diesem individuell beraten zu lassen.

Online-Hundeerziehung

Virtuelle Hundeschulen sind eine weitere Möglichkeit, sich eingehend mit der Hundeerziehung zu befassen. Im Zuge einer solchen Online-Hundeerziehung erhalten Hundehalter/innen genaue Anleitungen, die sie dann in Eigenregie umsetzen. Nicht selten erkennt man den eigenen Vierbeiner in einem beschriebenen Problemverhalten wieder und kann so adäquat reagieren.

Passendes Zubehör für die Hundeerziehung

Dass man sich im Rahmen der Hundeerziehung einiger Hilfsmittel bedient, ist die Regel und in keiner Weise verwerflich. Neben Leckerlies, die der Motivation und Belohnung des Hundes dienen, gibt es im Fachhandel noch deutlich mehr Zubehör für die Hundeerziehung. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang unter anderem die folgenden Utensilien:

  • Schleppleine
  • Dummy
  • Hundepfeife
  • Clicker
  • Target-Stick

Bücher zum Thema Hundeerziehung

Hunderatgeber sind nicht nur im Tierfachhandel erhältlich, sondern in den meisten Buchläden sowie Online-Shops verfügbar. In den meisten Fällen steht in der einschlägigen Fachliteratur die grundlegende Hundeerziehung im Fokus. Wer sich aus gegebenen Anlass für dieses Thema interessiert, kann somit vieles nachlesen und dann am eigenen Hund ausprobieren.

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