Rassekatzen aus dem Tierheim

Rassekatzen entwickelten sich bereits vor einigen Jahrhunderten und sind seit jeher für viele Menschen der Inbegriff von Anmut, Eleganz und Schönheit. Da Schönheit im Auge des Betrachters liegt und so manche Katze auch bestimmte Aufgaben erfüllen soll, existieren hier zahlreiche Varianten. Insbesondere im Laufe des 20. Jahrhunderts machte die Katzenzucht eine rasante Entwicklung durch, so dass heute unzählige Katzenrassen existieren. Grundsätzlich ist zwar jede Katze ein Individuum mit eigener Persönlichkeit, doch die allgemein definierten Rassestandards geben Auskunft über das gewünschte Aussehen und Verhalten der Tiere. Den Katzenzüchtern dienen diese Standards so gewissermaßen als Leitfäden für ihre züchterische Tätigkeit. Wer sich eine Katze zulegen möchte, befasst sich zunächst intensiv mit den verschiedenen Katzenrassen und macht sich dann für gewöhnlich auf den Weg zu einem Züchter entsprechender Rassekatzen. Zuweilen lohnt es sich aber auch, im Tierschutz vorbeizuschauen, denn auch im Tierheim suchen immer wieder Rassekatzen ein Zuhause.

Gibt es auch Rassekatzen im Tierheim?

Die Frage, ob es auch Rassekassen im Tierheim gibt, lässt sich ganz klar mit Ja beantworten. Auf den ersten Blick dominieren in den Tierheimen zwar eindeutig Hauskatzen und Mischlinge, doch auch Rassekatzen sind hier vielfach zu finden. Wer sich eine Katze einer bestimmten Rasse zulegen möchte, sollte sich somit die Grundsatzfrage stellen: Züchter oder Tierheim? Aus ethischen und moralischen Gründen erscheint der Tierschutz eindeutig die bessere Wahl, denn indem man eine Katze aus dem Tierheim adoptiert, gibt man einem Tier eine zweite Chance und nimmt die Verantwortung wahr, die der Mensch für seine Mitgeschöpfe trägt. Nicht selten wird die Katzenzucht überaus kritisch gesehen, denn einerseits sitzen Tausende Katzen in den Tierheimen und andererseits werden massenhaft Kitten gezielt gezüchtet. Dadurch wird die Lage vieler Samtpfoten noch verschärft, was wohl kaum das Ansinnen eines echten Tierfreundes sein kann.

Nichtsdestotrotz hat die gezielte Katzenzucht durchaus ihre Daseinsberechtigung und muss nicht per se verteufelt werden. Nicht selten haben Katzenfreunde den Wunsch, eine junge Katze von Anfang an zu begleiten und ihr einen perfekten Start ins Leben zu ermöglichen. Zudem soll es ein gesundes und wesensfestes Tier aus verantwortungsvoller Zucht sein. Grundsätzlich muss also jeder Mensch individuell für sich selbst entscheiden, ob er zum Züchter geht oder auch dem örtlichen Tierheim einen Besuch abstattet. Dass es eine bestimmte Katzenrasse sein soll, ist zumindest kein Ausschlusskriterium für den Tierschutz, denn nicht wenige Tierschutzorganisationen widmen sich Katzen in Not und konzentrieren sich dabei auf einzelne Katzenrassen. Die örtlichen Tierheime sind ebenfalls nicht zu vergessen und beherbergen nicht selten zahlreiche Rassekatzen und deren Mixe.

Welche Katzenrasse passt zu mir?

Dass auch bei der Vorliebe für eine bestimmte Katzenrasse der Weg ins Tierheim lohnt, steht folglich außer Frage. Wer eine Rassekatze aus dem Tierheim aufnehmen möchte, muss sich aber erst einmal die Frage stellen, welche Katzenrasse überhaupt zu ihm passt. In Anbetracht der Vielzahl unterschiedlichster Katzenrassen ist dies gar nicht so einfach und erweist sich immer wieder aufs Neue als große Herausforderung. Aus diesem Grund ist es wichtig, zunächst zu ergründen, welche Wünsche man hinsichtlich des künftigen Stubentigers hat. Soll die Katze eher ruhig sein oder darf sie auch etwas mehr Temperament haben? Was ist man bereit, an Pflegeaufwand zu betreiben? Soll es eine zierliche oder eine imposante Katze sein? Kann die Katze auch nach draußen oder soll sie als reine Wohnungskatze leben? Diese und viele weitere Fragen geistern künftigen Katzenhaltern durch den Kopf und sind entscheidend für die Wahl der richtigen Katzenrasse. Grundsätzlich schadet es hier nicht, sich mit den beliebtesten Katzenrassen zu befassen. Dies sind unter anderem:

  • Perserkatze
  • Siamkatze
  • Maine Coon
  • Britisch Kurzhaar
  • Bengalkatze
  • Norwegische Waldkatze

Worauf muss man bei Rassekatzen aus dem Tierheim besonders achten?

Wenn es eine Rassekatze aus dem Tierheim sein soll, müssen sich Interessenten zunächst auf eine aufwendigere Suche nach dem passenden Stubentiger einstellen. Katzen bestimmter Rassen sind im Tierschutz aber durchaus zu finden und landen hier nicht selten, weil der Besitzer sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr halten kann oder verstorben ist. Zuweilen stammen die Tiere auch aus schlechter Haltung oder von sogenannten Vermehrern, die massenhaft Kitten produziert haben, um das große Geld zu machen. Katzen, die im Tierheim oder bei einem Tierschutzverein landen, haben somit nicht selten einiges durchgemacht und bringen eine Vergangenheit mit. Dementsprechend zeigen sie sich nicht immer rassetypisch und sind erst einmal zurückhaltend, verunsichert und ängstlich. Hier sollte man das Gespräch mit den Tierpflegern suchen und sich vom Charakter der Katzen berichten lassen. Zudem erhält man so auch einige wertvolle Tipps zur Eingewöhnung.

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