Hundetraining – Wie kann ich meinen Hund trainieren?

Der Hund gilt ohne Frage als bester Freund des Menschen und wird von den meisten Menschen als echte Bereicherung empfunden. Wer sein Leben mit einem solchen Vierbeiner teilt, möchte allerdings auch, dass dieser hört und gehorcht. Natürlich darf und soll das Tier weiterhin seinen eigenen Kopf haben, aber der Halter muss in der Lage sein, den Hund zu kontrollieren. Folglich ist es essentiell, dass der Hund hört, denn ansonsten ergeben sich früher oder später Probleme im alltäglichen Leben. Aus diesem Grund sollte ein Hundetraining kein Tabu-Thema, sondern vielmehr eine Selbstverständlichkeit für Hundehalter/innen sein. Ansonsten riskiert man mitunter, dass man an einen Punkt kommt, an dem man nicht mehr weiterweiß und schlimmstenfalls den geliebten Hund im Tierheim abgeben muss, weil man im Alltag nicht mit ihm zurechtkommt. Ein frühzeitiges und solides Hundetraining kann hier Abhilfe schaffen und genau dort ansetzen, wo es hakt. Zugleich stellen sich aber auch viele Fragen in Zusammenhang mit einem Hundetraining, so dass hier ein gewisser Klärungsbedarf besteht.

Sinn und Zweck eines Hundetrainings

Zuweilen stellen sich Hundehalter/innen die Frage, wann ein Hundetraining angezeigt ist und inwiefern es Sinn macht, den eigenen Hund zu trainieren. Dabei geht es selbstverständlich nicht darum, die Persönlichkeit des Tieres zu verändern, sondern stattdessen um Gehorsam, Impulskontrolle und vielleicht auch den einen oder anderen Trick. Als Mensch trägt man die Verantwortung und muss diese auch erfüllen, indem man dafür sorgt, dass der eigene Hund weder für andere Menschen noch Tiere eine Gefahr darstellt. Ein adäquates Hundetraining kann genau dafür sorgen und zugleich Mensch und Tier zu einem Team zusammenwachsen lassen. Hund und Halter lernen sich besser kennen und bauen Vertrauen auf, das essentiell für ihr gemeinsames Leben ist. Im Hundetraining geht es also nicht nur darum, dass der Vierbeiner die Übungen absolviert und Tricks lernt, sondern vielmehr um eine gemeinsame Basis für ein glückliches Leben. Mitunter wird der Hund erst durch ein entsprechendes Training tatsächlich zum besten Freund seines Menschen.

Einfaches Hundetraining in Eigenregie

Dass ein Hundetraining vielfach von Vorteil ist, steht außer Frage und sollte Hundehalter/innen stets bewusst sein. Viele Menschen mit einer gewissen Hundeerfahrung führen ein einfaches Hundetraining in Eigenregie durch. Wenn ein Hund neu in die Familie kommt, beginnt so unmittelbar das Hundetraining als fester Bestandteil des Alltags. Zunächst geht es darum, dem Vierbeiner ein paar grundlegende Dinge beizubringen. So muss er ordentlich an der Leine gehen, sollte nicht bei Tisch betteln und außerdem auch nicht permanent kläffen. All diese Punkte fallen gewissermaßen unter die grundlegende Hundeerziehung. Ein weitergehendes Hundetraining kann dahingegen Tricks fokussieren und folglich zuweilen auch als Dressur verstanden werden. So kann man im Hundetraining beispielsweise erreichen, dass der Hund Kunststückchen lernt. Ob und inwiefern dies notwendig ist, liegt wohl im Auge des Betrachters, doch oftmals haben Mensch und Tier gleichermaßen Spaß an einem solchen Hundetraining, das somit auch für eine geistige Auslastung sorgt.

Einfache Tricks sowie einige Grundlagen wie Sitz, Platz und Bleib lassen sich vielfach durchaus in Eigenregie trainieren. Hund und Halter können sich das Training so selbst erarbeiten und auf diese Art und Weise ihre gemeinsame Zeit gestalten.

Bücher zum Thema Hundetraining

Ganz ohne Anleitung lässt sich aber auch ein einfaches Hundetraining oftmals kaum in Eigenregie bewerkstelligen. Der Fachhandel hält aus diesem Grund eine ganze Reihe an einschlägiger Literatur bereit. Viele Hundetrainer/innen betätigen sich auch als Autoren und veröffentlichen Bücher in Sachen Hundetraining. Das Spektrum reicht von grundlegenden Einführungen für noch recht unerfahrene Hundehalter/innen bis hin zu Fachbüchern in Sachen Trickdogging. Schritt-für-Schritt-Anleitungen und ausführliche Ratschläge zum richtigen Aufbau des Hundetrainings finden sich in solchen Büchern und machen diese zu absoluten Bestsellern unter Hundefreunden.

Professionelles Hundetraining

Selbst das beste Buch kann selbstverständlich kein vollwertiger Ersatz für ein professionelles Hundetraining sein. Wer unter fachlicher Anleitung und/oder in der Gruppe das Hundetraining angehen möchte, sollte sich folglich nach entsprechenden Lösungen fürs Hundetraining umsehen. Für nahezu jede Lebenslage lässt sich eine adäquate Lösung finden, so dass man seinen Hund professionell trainieren kann. Abgesehen von der jeweiligen Lebenssituation sind dabei vor allem die individuellen Ziele des Hundetrainings maßgebend. Es macht schließlich einen Unterschied, ob man seinem Vierbeiner nur ein paar Grundkommandos beibringen oder zum perfekten Begleithund ausbilden möchte. Im Allgemeinen existieren die folgenden Optionen für ein professionelles Hundetraining:

  • Besuch einer Hundeschule
    In Zusammenhang mit einem geplanten Hundetraining liegt es zumeist nahe, gemeinsam mit dem Hund eine Hundeschule zu besuchen. In der Gruppe lernt man hier unter fachlicher Anleitung die Grundlagen des Hundetrainings und widmet sich verschiedenen Übungen. Da das Ganze in der Gruppe geschieht und der Hund somit Kontakt zu Artgenossen hat, wird auch die Sozialisierung des Tieres gefördert.
  • Privatstunden bei einem Hundetrainer
    Alternativ zur Hundeschule kann ein Hundetraining auch im Rahmen von Privatstunden bei einem Hundetrainer stattfinden. Auf diese Art und Weise kann man die eigenen Wünsche und Ziele definieren und unter fachlicher Anleitung darauf hin arbeiten. Der Hundetrainer richtet sich dabei voll und ganz nach seinem Kunden und unterstützt ihn so beim Hundetraining.
  • Online-Hundetraining
    Im World Wide Web präsentierten sich nicht nur immer mehr Hundeschulen, denn auch das Online-Hundetraining ist mittlerweile ein großes Thema. Mithilfe von Videos und Tutorials erhalten Hundehalter/innen professionelle Anleitungen, müssen das eigentliche Hundetraining dann aber in Eigenregie durchführen. Es handelt sich folglich um eine flexible Kompromisslösung.

Das richtige Hundetraining-Zubehör

Unabhängig davon, wie man mit seinem Hund trainieren möchte, ist unter anderem auch ein entsprechendes Equipment erforderlich. Woraus das jeweilige Hundetraining-Zubehör besteht, hängt jedoch vom Einzelfall ab. Typisches Zubehör fürs Hundetraining sind unter anderem die folgenden Dinge:

  • Leckerlies
  • Dummy
  • Schleppleine
  • Bücher
  • Hundepfeife
  • Agility-Geräte
  • Clicker

Tipps fürs Hundetraining – Erfolgsfaktoren fürs Hundetraining

Damit Mensch und Hund Freude am Hundetraining haben und hier echte Erfolgserlebnisse für sich verbuchen können, ist eine konstante Motivation auf beiden Seiten erforderlich. Zugleich bedarf es einer gewissen Konsequenz, denn nur wenn der Halter am Ball bleibt, kann das Hundetraining gelingen. Es schadet aber natürlich auch nicht, nach ein paar vielversprechenden Tipps Ausschau zu halten. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang unter anderem die folgenden Ratschläge:

  • Das Hundetraining sollte stets mit einer erfolgreichen Übung beendet werden.
  • Die Übungen des Hundetrainings sollten immer wieder variiert werden.
  • Das Hundetraining sollte nur stattfinden, wenn Mensch und Tier gleichermaßen motiviert sind.
  • Im Hundetraining sollten Leckerlies nicht die einzige Motivation für den Hund sein.
  • Läuft es im Hundetraining nicht rund, sollte man einen Gang zurückschalten und sich erst einmal wieder einfacheren Übungen widmen.

Unabhängig davon, ob man etwaige Probleme beseitigen möchte oder seinem Hund Tricks beibringen will, sollte man niemals die Freude am Hundetraining verlieren und darin stets eine Möglichkeit sehen, gemeinsam mit dem Vierbeiner Spaß zu haben. Dabei ist es natürlich keine Schande, sich professionelle Hilfe in Form eines Hundetrainers zu suchen und/oder sich einer Trainingsgruppe anzuschließen.

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