Wellensittiche

Wellensittiche sind für viele Menschen, die sich ein gefiedertes Haustier wünschen, die erste Wahl. Die kleinen Sittiche stammen ursprünglich aus Australien und gehören zu der Familie der Eigentlichen Papageien. Nicht nur das bunte Gefieder mit der typischen Wellenzeichnung, sondern auch ihre Intelligenz machen sie zu beliebten Stubenvögeln. Die Haltung von Wellensittichen als Ziervögel in Europa hat bereits um das Jahr 1840 begonnen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Zucht stark vorangetrieben und ist auch heute noch präsent. Wellensittiche sind die häufigsten in Menschenhand gehaltenen Papageien weltweit. Obgleich der Wellensittich ein überaus beliebter Stubenvogel ist, herrschen nach wie vor Unsicherheiten und Falschannahmen, die zuweilen zu einer falschen Haltung führen, die weder Mensch noch Tier erfreuen. Wer sich zum ersten Mal Wellensittiche anschaffen möchte, sollte sich also eingehend informieren.

Wellensittiche als Haustiere

Ein typischer Fehler in der Haltung von Wellensittichen als Haustiere besteht darin, dass nur ein einzelner Vogel gehalten wird. Die Halter wollen so den Aufwand minimieren und zugleich die Chancen erhöhen, dass das Tier zahm wird. Wellensittiche aus Einzelhaltung werden in der Tat oftmals zutraulich, doch dies geschieht eher aus Verzweiflung, schließlich handelt es sich um soziale Lebewesen, die Anschluss suchen. Mindestens ein Artgenosse sollte schon vorhanden sein und ist essentiell dafür, dass sich der Vogel wohlfühlen kann. In Australien kann man in der freien Natur immer wieder riesige Schwärme beobachten, die aus mehreren Tausend Wellensittichen bestehen. So sollte man seinem Wellensittich wenigstens einen Partner gönnen oder einen kleinen Schwarm in einer Voliere halten. Dass die Wellensittiche dann nicht zahm werden, ist auch gar nicht gesagt, erfordert allerdings viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Unabhängig von der Zahmheit ist es aber ohnehin toll, die Tiere im täglichen Miteinander zu beobachten. Dabei zeigt sich immer wieder der soziale Charakter sowie die hohe Intelligenz des Wellensittichs.

Die richtige Ausstattung für Wellensittiche

Aufgrund ihrer geringen Körpergröße erwecken Wellensittiche zuweilen den Eindruck, ihre Haltung sei nicht allzu aufwendig und leicht zu bewerkstelligen. Wer allerdings auf eine möglichst artgerechte Haustierhaltung bedacht ist, sollte sich vorab sorgfältig informieren und die Bedürfnisse der Tiere genau kennen. Im Fachhandel findet man in der Regel die gängige Ausstattung vor, die aus den folgenden Dingen besteht:

  • Käfig
  • Vogelsand
  • Näpfe und Tränken
  • Futter
  • Transportbox
  • Sitzstangen
  • Spielzeug
  • Vogelspielplätze
  • Schaukeln
  • Ergänzungsfuttermittel

Wer sich einen oder besser mehrere Wellensittiche zulegen möchte, sollte allerdings wissen, dass das im Zoofachhandel erhältliche Equipment nicht immer die beste Wahl ist. So sollte man von Sitzstangen und anderen Einrichtungsgegenständen aus Kunststoff eher Abstand nehmen und stattdessen auf Holz und andere natürliche Materialien setzen. Auch die angebotenen Wellensittichkäfige sind oftmals zu klein, weshalb eine Voliere vorzuziehen ist. Gegebenenfalls lohnt es sich, die richtige Ausstattung für die Wellensittiche per Online-Shopping zu erwerben.

Wellensittiche aus dem Tierheim adoptieren

Stattet man dem örtlichen Zoofachhandel einen Besuch ab, stehen dort oftmals auch Wellensittiche zum Verkauf. Gemeinsam mit Vogelfutter und Käfigen kann man hier Tiere kaufen und es sich so einfach machen. Tierfreunde, die ein Herz für in Not geratene Wellensittiche haben, sollten stattdessen im Tierheim vorstellig werden und gegebenenfalls auch mit verschiedenen Tierschutzvereinen in Kontakt treten. Wellensittiche sind in vielen Vogelhaushalten vorhanden und landen leider auch immer wieder aufgrund unterschiedlichster Umstände im Tierheim. Dort hoffen sie dann auf verantwortungsvolle Menschen, die ihnen ein Zuhause sowie viel Liebe und Aufmerksamkeit schenken.

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