Bartagamen

Bartagamen kommen in verschiedenen Arten auf dem australischen Kontinent in freier Wildbahn vor, sind aber längst auch in vielen Haushalten auf der ganzen Welt zu finden. Für viele Menschen ist die Bartagame optisch die Echse schlechthin und somit die erste Wahl, wenn es darum geht, Reptilien als Haustiere zu halten. Wie alle Reptilien stellen aber auch Bartagamen hohe Ansprüche an ihre Halter, so dass die Anschaffung eines solchen Tieres gut überlegt sein will. Wer erst nach dem Kauf bemerkt, dass er dem Tier nicht gerecht werden kann, steht vor der Herausforderung Menschen zu finden, die die Bartagame übernehmen. Nicht selten werden die Reptilien so über Kleinanzeigen verscherbelt, ausgesetzt oder landen im Tierheim. Letzteres ist für die Tiere wohl noch das Beste, denn im Tierschutz geht es nicht um einen gewinnbringenden Verkauf von Tieren, sondern darum, ein passendes Zuhause zu finden. Unabhängig davon, ob man eine Bartagame aus dem Tierheim adoptieren möchte, ein Jungtier beim Züchter erwirbt oder einfach im Zoofachhandel kauft, sollte man sich allerdings darüber im Klaren sein, was es bedeutet, Bartagamen als Haustiere zu halten.

Bartagamen als Haustiere

Bartagamen erfreuen sich zwar großer Beliebtheit als Haustiere, sind aber keine klassischen Haustiere wie Hunde oder Katzen. Die Echsen machen keinen Lärm, benötigen relativ wenig Platz und sind zumeist auch für Allergiker geeignet, denn Tierhaare sind in der Reptilienhaltung kein Thema. Dass Bartagamen zu den wenigen Reptilien gehören, die durchaus handzahm werden können, sorgt zudem für ein einfacheres Handling und erfreut die Halter oftmals ganz besonders. Nicht selten werden Bartagamen so als perfekte Reptilien für Anfänger oder sogar Kinder gehandelt. Die Haltung darf allerdings auch nicht unterschätzt werden, denn diese ist auch bei Bartagamen mit einem gewissen Aufwand verbunden und zudem recht kostenintensiv. Zudem sollten Interessenten wissen, dass die Bartagame nicht rein pflanzlich ernährt wird und auch lebende Insekten auf dem Speiseplan stehen. Weiterhin halten die Tiere in der kalten Jahreszeit eine Art Winterruhe.

Die richtige Ausstattung für Bartagamen

Bartagamen können in Menschenhand ein Alter von 10 bis 20 Jahren erreichen, doch dies setzt eine gute und artgerechte Pflege voraus. Damit die Bartagame ein langes und gesundes Leben führen kann, ist besonderen Wert auf eine adäquate Unterbringung zu legen. Die richtige Ausstattung für Bartagamen besteht folglich aus den folgenden Dingen:

  • Terrarium
  • Einstreu
  • Beleuchtung
  • Wärmelampen
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Terrarienrückwand
  • Klettermöglichkeiten und Liegeplätze in Form von Ästen, Höhlen, Steinen und Wurzeln

Wer hierzulande Bartagamen, die tagaktiv und vor allem in wüstenähnlichen Regionen beheimatet sind, halten möchte, muss folglich auch einen gewissen technischen Aufwand betreiben. Es geht also längst nicht nur um ein ausreichend großes Terrarium sowie eine schöne Einrichtung, sondern auch um die Schaffung der richtigen Bedingungen. Die Terrarien-Technik ist nicht nur in der Anschaffung recht teuer, sondern kann auch den Stromverbrauch ordentlich in die Höhe treiben.

Bartagamen aus dem Tierheim adoptieren

Bartagamen gehören zu den beliebtesten Terrarientieren und werden daher in vielen Zoofachgeschäften zum Kauf angeboten. So muss man sich noch nicht einmal auf die Suche nach einem Reptilienzüchter begeben, sondern kann die gewünschten Tiere ebenso wie das essentielle Equipment im Laden kaufen. Dass es so zuweilen zu unüberlegten Spontankäufen kommt, bleibt nicht aus. Dementsprechend sind Bartagamen auch die häufigsten Echsen im Tierschutz. Echte Tierfreunde, die sich der Verantwortung der Reptilienhaltung bewusst sind und etwas Gutes tun wollen, sollten also darüber nachdenken, Bartagamen aus dem Tierheim zu adoptieren. Dort erhalten sie zudem auch eine ausführliche Haltungsberatung sowie Unterstützung bei Fragen und/oder Problemen.

  1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 5 Sterne 5 Sterne
 Bewertung dieser Seite: von 5 ( Bewertungen)