Ragdoll-Katze aus dem Tierheim

Die Ragdoll-Katze gehört zu den noch recht jungen Katzenrassen und hat daher auch noch nicht den Bekanntheitsgrad wie beispielsweise Perserkatzen erreicht. In den 1960er-Jahren entstand diese Katzenrasse in den USA. Als bedeutende Persönlichkeit in der Zucht der Ragdoll-Katze gilt Ann Baker, die damals einen Kater aus dem Wurf einer Nachbarskatze bekam, die Angora-ähnlich war. Der Kater erinnerte an eine Birma-Katze und wurde zum Stammvater der Linienzucht von Ann Baker, aus der die neue Rasse Ragdoll hervorging. Baker erwies sich allerdings als rigide Züchterin, meldete ein Patent auf die Bezeichnung Ragdoll an und erlaubte die Zucht von Ragdoll-Katzen nur mit entsprechender Lizenz, die natürlich mit einer gewissen Gebühr verbunden war. Die Züchterfamilien Chambers und Dayton wollten sich nicht länger damit abfinden und trennten sich von Baker, ohne jedoch die Zucht aufzugeben. Aus heutiger Sicht haben sie maßgeblich zur Entwicklung der Katzenrasse beigetragen. Im Deutschen lässt sich der Name Ragdoll mit Stoffpuppe übersetzen und weist auf eine besondere Eigenschaft der Katzen hin. Werden diese hochgenommen, lassen sie sich einfach hängen und erwecken so gewissermaßen den Eindruck einer schlaffen Stoffpuppe. Die Ragdoll-Katze macht aber natürlich noch weitaus mehr aus. All diejenigen, die sich eine oder mehrere Katzen zulegen möchten und von der Ragdoll fasziniert sind, sollten sich somit eingehend mit der Rasse befassen.

Das äußere Erscheinungsbild der Ragdoll-Katze

Zunächst besticht die Ragdoll durch eine außergewöhnliche Optik. Mit einem Gewicht von bis zu zehn Kilogramm gehört die Ragdoll-Katze zu den großen Katzenrassen und ist im Vergleich zu vielen anderen Rassekatzen eine imposante Erscheinung. Der massive und muskulöse Körper verleiht der Ragdoll-Katze ein beeindruckendes Aussehen. Wissenswert ist außerdem, dass die Ragdoll zu den Point-Katzen gehört. Dies hat zur Folge, dass zunächst alle Kätzchen weiß sind und sich ihr eigentliches Aussehen erst im Laufe der Zeit zeigt. Dabei können die Farbschläge Seal, Blue, Chocolate und Lilac in Bicolour, Colourpoint und Mitted vorkommen. Unabhängig vom jeweiligen Farbschlag ist für die Ragdoll als Point-Katze ein im Vergleich zum Gesicht, den Beinen, Ohren und dem Schwanz aufgehelltes Körperfell typisch und verleiht ihr so ihre rassetypische Optik. Weiterhin ist anzumerken, dass die Ragdoll-Katze in die Kategorie der Halblanghaarkatzen fällt.

Das Wesen der Ragdoll-Katze

Das besondere Fell und auch ihre imposante Größe machen die Ragdoll zu einer außergewöhnlichen Erscheinung und üben auf viele Menschen eine große Faszination aus. Deutlich wichtiger als das äußerliche Erscheinungsbild ist aber das Wesen des Stubentigers, denn dieses ist ausschlaggebend dafür, ob die Chemie zwischen Mensch und Tier stimmt. Selbstverständlich ist auch jede Ragdoll-Katze ein Individuum mit eigener Persönlichkeit, aber im Allgemeinen werden Ragdoll-Katzen laut Rassestandard die folgenden Charaktereigenschaften zugeschrieben:

  • sanftmütig
  • menschenbezogen
  • ruhig
  • ausgeglichen
  • sozial
  • neugierig

Ragdoll-Katzen sind somit wahrlich sanfte Riesen, die ihrem Namen vollkommen gerecht werden und sich gerne ihrer Familie anpassen. In der Regel muss man nicht fürchten, dass eine Radgoll sich großartig zur Wehr setzt, wenn sie hochgehoben wird. Anders als einst vermutet wurde, liegt dies aber nicht an einem verminderten Schmerzempfinden, sondern ist schlichtweg dem Sanftmut der Ragdoll-Katzen zu verdanken.

Die richtige Ausstattung für Ragdoll-Katzen

Ragdoll-Katzen sind zunächst ganz normale Katzen und benötigen ebenso wie Artgenossen anderer Rassen die folgende Grundausstattung:

  • Kratzbaum
  • Näpfe
  • Katzenfutter
  • Katzentoilette
  • Katzenstreu
  • Spielzeug
  • Bürsten und Kämme

All diese Dinge dürfen in keinem Katzenhaushalt fehlen. Mit einer Ragdoll holt man sich allerdings ein besonders großes Exemplar ins Haus, so dass unter anderem das Katzenklo geräumig genug sein sollte. Die Kratzmöbel müssen zudem stabil und robust sowie mit ausreichend großen Liegeflächen ausgestattet sein. Dass eine große Katze täglich auch mehr Futter frisst, sollte man ebenfalls bedenken.

Ragdoll-Katzen aus dem Tierheim adoptieren

Ragdolls gelten gewissermaßen noch als Exoten im Bereich der Rassekatzen, erfreuen sich aber mittlerweile zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Katzenzüchter entdecken die Ragdoll für sich und haben hin und wieder niedliche Katzenbabys abzugeben. Katzenfreunde, die einerseits ihr Herz an Ragdoll-Katzen verloren haben und andererseits den Tierschutzgedanken in sich tragen, können auch in den Tierheimen und bei verschiedenen Tierschutzorganisationen nach Ragdolls in Not fragen. Hin und wieder ist hier auch eine solche Rassekatze oder ein Ragdoll-Mix zu vermitteln. Aufgrund ihres liebevollen und sanften Charakters fügen sich auch ältere Tiere rasch in ihre neue Familie ein und werden die Herzen aller Menschen im Sturm erobern. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, denn so manche Ragdoll-Katze aus dem Tierheim musste vielleicht schon schlechte Erfahrungen sammeln, so dass die neuen Halter besonders viel Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringen müssen.

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