Savannah-Katze aus dem Tierheim

Die Savannah-Katze gehört nicht zu den Katzenrassen, die bereits seit Jahrzehnten gezüchtet werden und dementsprechend über eine gewisse Zuchttradition verfügen. Die Savannah-Katze ist vielmehr eine Erscheinung der jüngeren Vergangenheit, hat sich aber längst zu einer der beliebtesten Katzenrassen weltweit entwickelt. Verantwortlich dafür ist vor allem ihr wildes Aussehen, denn ihre typische Tupfenzeichnung verleiht ihr die Optik einer Wildkatze. Da es sich um eine Hybrid-Rasse handelt, die durch die Verpaarung von Servals und Hauskatzen entstanden ist, ist diese besondere Optik nicht weiter verwunderlich. Der Wunsch nach einem exotischen Stubentiger führte in den 1980er-Jahren zur Entwicklung der Savannah-Katzenzucht. Damals wurden Servals mit Siamkatzen, Bengalen, Maine Coons, Ocicats und weiteren Rassen verpaart. Mittlerweile hat sich die Zucht der Savannah weiterentwickelt, so dass hier Savannah-Kätzinnen mit entsprechenden Katern verpaart werden. Gegebenenfalls dürfen auch Orientalisch Kurzhaar, Domestic Shorthair, Ocicat und Egyptian Mai laut TICA eingekreuzt werden.

Das äußere Erscheinungsbild der Savannah-Katze

Bei noch recht jungen Katzenrassen befindet sich der allgemeine Rassestandard noch im Entstehungsprozess. Bei der Savannah-Katze war dahingegen recht schnell klar, wohin die Reise gehen sollte. Spätestens seit der Anerkennung durch die TICA ist eindeutig definiert, dass Savannah-Katzen ein kurzes Fell mit der Serval-typischen Tupfenzeichnung aufweisen. Dieses kann golden oder auch beige gefärbt sein. Der Körperbau der Savannah-Katze ist schlank, schmal und athletisch, wobei sie zugleich mit durchschnittlich 8 bis 10 kg, einer Schulterhöhe von bis zu 45 cm und einer Länge von bis zu 120 cm ohne Frage als große Katze gilt. Savannah-Katzen sind folglich imposante Erscheinungen, wofür somit nicht nur ihre wilde Fellzeichnung sorgt.

Das Wesen der Savannah-Katze

Das äußere Erscheinungsbild der Savannah-Katze ist schon respekteinflößend und übt auf viele Menschen eine große Faszination aus. Allerdings darf man nicht den Fehler machen, nur auf die Optik zu schauen, denn auch charakterlich weist die Savannah-Katze einige Besonderheiten auf. Durch ihre genetische Nähe zum wilden Serval ist sie im Gegensatz zu anderen mitunter seit Jahrhunderten domestizierten Katzenrassen noch deutlich mehr Wildkatze. Dies zeigt sich unter anderem anhand ihres ausgeprägten Jagdtriebes sowie ihrer enormen Sprungkraft. Zudem sind Savannah-Katzen außerordentlich reaktionsschnell. So kann es durchaus dazu kommen, dass die Katze plötzlich aus dem Stand bis zu zwei Meter in die Höhe springt. Weiterhin zeigen Savannah-Katzen nicht die oftmals katzentypische Scheu vor Wasser. In der Haltung sind Savannah-Katzen ohne Frage sehr anspruchsvoll. Je nach Generation besteht sogar eine behördliche Meldepflicht der Tiere, die erst mit etwa drei Jahren ausgewachsen sind. Insbesondere die späteren Generationen, die sich bereits etwas von ihren wilden Vorfahren entfernt haben, sind aber durchaus für die Haustierhaltung geeignet und zeigen sich sehr verspielt und freundlich. Aufgrund ihres sozialen Wesens stehen die Chancen gut, dass andere Haustiere akzeptiert werden. Außerdem freuen sich die geselligen Savannah-Katzen auch über Artgenossen, mit denen sie im Idealfall nicht nur durchs Haus, sondern auch in einem großzügigen Freigehege toben können.

Die richtige Ausstattung für Savannah-Katzen

Trotz aller Besonderheiten sind Savannah-Katzen zunächst ganz normale Katzen, so dass die folgenden Dinge für einen entsprechenden Katzenhaushalt absolut unverzichtbar sind:

  • Katzentoilette
  • Katzenstreu
  • Näpfe
  • Katzenfutter
  • Kratzmöbel
  • Katzenspielzeug
  • Transportbox

In Zusammenhang mit einer Savannah-Katze ist bei der Ausstattung stets auf eine angemessene Größe zu achten, denn im Vergleich zu den meisten anderen Katzenrassen ist die Savannah sehr groß. Die Maße der Katzentoilette, Transportbox sowie der Liegeflächen auf dem Kratzbaum sollten dementsprechend groß sein. Zudem sind Savannah-Katzen recht schwer und sprunggewaltig, so dass die Einrichtung des Katzenhaushalts besonders robust und stabil sein sollte.

Savannah-Katzen aus dem Tierheim adoptieren

In Anbetracht der Tatsache, dass Savannah-Katzen recht selten sind und zu den teuersten Katzenrassen weltweit gehören, sind unüberlegte Spontankäufe hier eher die Seltenheit. Wer sich eine Savannah-Katze anschafft, hat dies zuvor gut überlegt und ist sich seiner Sache sicher. Folglich landen nur wenige Savannah-Katzen im Tierschutz und warten beispielsweise im Tierheim auf ein neues Zuhause. Einzelne Tiere erleiden aber doch dieses Schicksal. Überforderung, veränderte Lebensumstände, eine schwere Erkrankung oder auch der Tod des Besitzers sind Umstände, unter denen auch Savannah-Katzen hin und wieder in den Tierheimen landen. Katzenliebhaber, die ihr Herz an die Savannah verloren haben, können also auch einen entsprechenden Stubentiger aus dem Tierheim adoptieren. Allerdings bedarf es einer gewissen Recherche, um die eine oder andere Savannah in Not zu finden.

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