Siamkatze aus dem Tierheim

Die Siamkatze gehört weltweit zu den bekanntesten Rassekatzen und erfreut sich großer Beliebtheit. Viele Katzenfreunde wünschen sich eine ganz besondere Samtpfote an ihrer Seite und landen so bei der Siamkatze. Der Name der Katzenrasse gibt Auskunft über den Ursprung dieser Katzen, denn Siam ist die alte Bezeichnung für das heutige Thailand. Bereits vor rund 200 Jahren wurden dort Siamkatzen schriftlich erwähnt, so dass die Haltung von Siamkatzen im südostasiatischen Siam eine lange Tradition hat. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahmen dann Diplomaten ein Siamkatzenpaar mit in ihre britische Heimat und legten so den Grundstein für die Zucht der Siamkatze in Europa. Von dort aus gelangten auch die ersten Tiere in die USA. Siamkatzen sorgten in Amerika und Europa gleichermaßen für Begeisterung, doch die Zucht erwies sich anfänglich als sehr schwierig. Das andere Klima setzte den Tieren zu und zudem standen nur wenige Zuchttiere zur Verfügung. So lebten viele Siamkatzen zunächst in den Zoos Europas oder wurden direkt aus Siam importiert. Ein erster Rassestandard wurde allerdings schon im Jahre 1892 etabliert.

Das äußere Erscheinungsbild der Siamkatze

Siamkatzen haben kurzes Fell und weisen die klassische Optik einer Point-Katze auf. Gesicht, Ohren, Pfoten und Schwanz sind dunkel, während der restliche Körper deutlich aufgehellt ist. So erkennt man eine Siamkatze auf den ersten Blick, auch ohne Experte auf diesem Gebiet zu sein. Schlank und muskulös im Körperbau und ein Gewicht von drei bis fünf Kilogramm machen die Siamkatze ebenfalls aus. Ein weiteres Kennzeichen, das für Siamkatzen typisch ist, sind die strahlend blauen Augen.

Das Wesen der Siamkatze

Siamkatzen sind sehr soziale Katzen, die aus diesem Grund niemals alleine gehalten werden sollten. Wer sich für eine Siamkatze entscheidet, sollte dem ausgeprägten Sozialverhalten Rechnung tragen und mindestens zwei Katzen halten. Diese entwickeln in der Regel eine sehr innige Beziehung, die auch für den Menschen eine echte Bereicherung darstellt. Gleichzeitig weisen Siamkatzen ohnehin ein menschenbezogenes und anhängliches Wesen aus. Neugier, ein unbändiger Spieltrieb und eine hohe Intelligenz sind weitere Merkmale der Siamkatze. Diese kann sich zuweilen auch als recht eigenwillig erweisen und hat somit mitunter einen etwas schwierigeren Charakter. An Liebenswürdigkeit fehlt es der Siamkatze aber in keiner Weise.

Die richtige Ausstattung für Siamkatzen

Siamkatzen haben wie alle anderen Katzen auch das Bedürfnis, sich die Krallen zu wetzen. Wenn dafür nicht die Tapete oder das Sofa herhalten soll, sind Kratzbäume und/oder andere Kratzmöbel absolut unverzichtbar. Diese befriedigen zudem das Kletterbedürfnis der Stubentiger und bieten ihnen Liegeflächen. Ein paar zusätzliche Körbchen in der Wohnung schaden aber nicht und geben den Katzen die Möglichkeit, in der Nähe ihres Menschen zu dösen oder sich zeitweise zurückzuziehen. Eine Katzentoilette mit Katzenstreu sowie Näpfe und hochwertiges Katzenfutter sind für einen Katzenhaushalt ebenfalls absolut unverzichtbar. Obgleich Siamkatzen ein kurzes Fell haben, sollte die Fellpflege nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Dementsprechend sollten Bürsten und Kämme vorhanden sein. So manche Siamkatze geht auch gerne spazieren und lässt sich an ein Geschirr und Leine gewöhnen. Für den Transport beispielsweise zum Tierarzt ist aber dennoch eine klassische Transportbox für Katzen dringend anzuraten.

Siamkatzen aus dem Tierheim adoptieren

Grundsätzlich sind Rassekatzen im Tierheim nicht ganz so oft wie Hauskatzen und Mischlinge anzutreffen, doch selbst ein beeindruckender Stammbaum kann sie nicht vor dem Schicksal und einem damit verbundenen Verlust des Zuhauses bewahren. Siamkatzen sind recht weit verbreitet und dementsprechend auch im Tierschutz immer wieder auf der Suche nach einem neuen liebevollen Zuhause. Spezielle Tierschutzorganisationen und auch die örtlichen Tierheime bieten sich somit als Anlaufstellen an, wenn es einerseits eine Siamkatze sein soll, diese andererseits aber gerne aus dem Tierschutz kommen darf. Natürlich ist es einfacher, sich an einen Züchter mit einem aktuellen Wurf zu wenden und dort ein Kätzchen zu kaufen, doch auch Tierheimkatzen haben eine Chance verdient und können vielfach punkten. Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass Siamkatzen einen mitunter schwierigen Charakter haben können, kann es ein Vorteil sein, dass bei einer Siamkatze aus dem Tierheim der Charakter bereits gefestigt ist. Mensch und Tier können sich so erst einmal kennenlernen und feststellen, ob die Chemie stimmt. Wer dann eine Siamkatze aus dem Tierheim adoptieren möchte, erhält noch eine eingehende Beratung und hat stets einen Ansprechpartner bei Fragen und/oder Problemen.

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