Labrador Retriever aus dem Tierheim oder vom Züchter
Der Labrador Retriever ist einer der beliebtesten Familienhunde der Welt - freundlich, gutmütig, lernwillig und ausgesprochen menschenbezogen. Weil viele Halter seinen Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf und seine ausgeprägte Verfressenheit unterschätzen, landen auch Labradore immer wieder im Tierheim.
Ein Labrador aus dem Tierschutz sucht eine aktive Familie, die ihm Bewegung, Aufgaben und Nähe bietet.
Charakter & Wesen
Der Labrador Retriever gilt als Inbegriff des gutmütigen Familienhundes. Er ist freundlich, ausgeglichen und will es seinen Menschen recht machen, was ihn leicht erziehbar und vielseitig einsetzbar macht - vom Familienhund über den Assistenz- bis zum Rettungshund. Sein Wille zur Zusammenarbeit (Will to please) ist stark ausgeprägt. Gleichzeitig ist er verspielt, verfressen und braucht körperliche wie geistige Auslastung, um ausgeglichen zu bleiben.
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Erscheinungsbild
Der Labrador ist ein kraftvoll und kompakt gebauter Hund mittlerer Größe mit breitem Kopf, freundlichem Ausdruck und der typischen dicken, sich verjüngenden Otterrute. Sein kurzes, dichtes Stockhaar mit wetterfester Unterwolle kommt in den drei Farben Schwarz, Gelb (von Creme bis Fuchsrot) und Braun (Schokobraun) vor. Der ganze Körperbau verrät den ausdauernden Apportierhund, der auch im Wasser zu Hause ist.
Wie alt wird ein Labrador Retriever? Gesundheit & Lebenserwartung
Ein Labrador wird durchschnittlich 10 bis 12 Jahre alt. Als beliebte Rasse ist er für einige typische Erkrankungen bekannt:
- Gelenke: Hüft- und Ellbogendysplasie kommen rassetypisch gehäuft vor.
- Übergewicht: die große Verfressenheit führt schnell zu Adipositas und Folgeerkrankungen.
- Augen: erbliche Netzhauterkrankungen wie PRA und Katarakt treten auf.
Kontrolliertes Futter, geprüftes Zuchtmaterial und regelmäßige Bewegung sind die wichtigste Vorsorge für ein langes, gesundes Hundeleben.
Haltung & Pflege
Der Labrador braucht täglich ausreichend Bewegung, gern mit Apportier- und Suchspielen oder Schwimmen, und möchte in den Familienalltag eingebunden sein. Da er zu Übergewicht neigt, ist ein diszipliniertes Futtermanagement wichtig. Das pflegeleichte Fell muss nur regelmäßig gebürstet werden, verliert im Fellwechsel aber deutlich Haare. Als sehr sozialer Hund sollte er nicht dauerhaft allein bleiben.
Labrador Retriever mit Kindern und anderen Tieren
Der Labrador ist ein geduldiger, gutmütiger Spielgefährte und gilt zu Recht als hervorragender Familienhund. Mit Kindern geht er meist liebevoll und tolerant um, sein ungestümes Temperament als Junghund sollte im Umgang mit sehr kleinen Kindern jedoch berücksichtigt werden. Auch mit anderen Hunden und Haustieren versteht er sich in der Regel problemlos, da ihm Aggression weitgehend fremd ist.
Für wen ist der Labrador Retriever geeignet?
- Familientauglichsehr hoch
- Anfängertauglichgut
- Auslaufbedarfhoch
- Pflegeaufwandgering
- Bewegungsdranghoch
- Wohnungshaltungmit Auslauf möglich
Kurz gesagt: Der Labrador passt zu aktiven Familien und Einsteigern, die ihm täglich Bewegung, Aufgaben und viel Gesellschaft bieten können.
Spricht für den Labrador Retriever
- freundlich, gutmütig und kinderlieb
- leicht erziehbar und vielseitig
- pflegeleichtes Fell
- sozialverträglich mit Mensch und Tier
Sollte man bedenken
- hoher Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf
- ausgeprägte Verfressenheit, Neigung zu Übergewicht
- starker Fellwechsel zweimal im Jahr
- ungern lange allein
Was kostet ein Labrador Retriever?
Als sehr beliebte Rasse ist der Labrador beim Züchter nicht günstig - im Tierheim warten dagegen oft schon erwachsene, gut sozialisierte Tiere.
| Herkunft | Kosten | Inklusive |
|---|---|---|
| Tierheim / Tierschutz | ca. 250-400 Euro Schutzgebühr | meist geimpft, gechippt, entwurmt, oft kastriert |
| Welpe vom Züchter | ca. 1.200-2.000 Euro | nur bei seriöser Zucht mit HD-, ED- und Augenuntersuchung |
Tipp aus der Redaktion
Wiege das Futter deines Labradors ab und rechne Leckerlis mit ein - kaum eine Rasse setzt so schnell an, und schlanke Labradore leben nachweislich länger und bleiben länger gelenkgesund.
Einen Labrador Retriever aus dem Tierheim adoptieren
Auch der beliebte Labrador landet im Tierheim, wenn Zeit oder Bewegung fehlen. Wer ihn aktiv beschäftigt und einbindet, gewinnt einen der treuesten Familienhunde überhaupt.
Tierheim in der Nähe findenHäufige Fragen zum Labrador Retriever
Ein Labrador Retriever wird durchschnittlich 10 bis 12 Jahre alt. Schlanke, gut gepflegte Tiere erreichen oft das obere Ende dieser Spanne.
Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 56 bis 57 cm und 29 bis 36 kg, Hündinnen 54 bis 56 cm und 25 bis 32 kg. Der Labrador ist damit ein kräftiger Hund mittlerer Größe.
Aus dem Tierheim liegt die Schutzgebühr meist bei 250 bis 400 Euro. Ein Welpe aus seriöser Zucht kostet ungefähr 1.200 bis 2.000 Euro.
Ja. Der Labrador ist gutmütig, lernwillig und leicht zu führen und gilt daher als sehr guter Anfänger- und Familienhund, sofern man ihm genug Bewegung bietet.
Labradore sind rassetypisch sehr verfressen und neigen stark zu Übergewicht. Kontrollierte Futtermengen und ausreichend Bewegung sind deshalb besonders wichtig für ihre Gesundheit.
Alle Hunderassen im Überblick
Einen Labrador Retriever aus dem Tierheim adoptieren
Auch reinrassige Tiere wie der Labrador Retriever landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Labrador Retriever zu Ihrem Alltag passt.
Tierheime und Tierschutzvereine mit Vermittlungstieren - nach Bundesland und Ort.