Pudel aus dem Tierheim

Unter den Gesellschafts- und Begleithunden der FCI-Gruppe 9 darf der Pudel auf keinen Fall fehlen, schließlich handelt es sich dabei um eine überaus beliebte Hunderasse. Die Zucht begann gegen Ende des 19. Jahrhunderts, wobei es sich zunächst eher um jagende Apportierhunde handelte, die auch bestens für die Arbeit im und am Wasser geeignet waren. Dies zeigt auch die deutsche Rassebezeichnung, denn das Wort Pudel stammt vom altdeutschen Puddeln ab, was so viel wie „im Wasser planschen“ bedeutet. Dementsprechend liegt die Vorliebe für Wasser dem Pudel im Blut. Im Laufe der Zucht verloren die jagdlichen Eigenschaften mehr und mehr an Bedeutung, so dass der Pudel heute als Gesellschafts- und Begleithund gilt. Jäger werden heutzutage somit kaum auf die Idee kommen, auf einen Pudel zu setzen, schließlich gibt es andere Hunde mit nach wie vor ausgeprägten jagdlichen Anlagen. Für Familien und aktive Menschen kann der Pudel jedoch eine ausgezeichnete Wahl sein. Es lohnt sich also, sich eingehend mit der Rasse zu beschäftigen und mitunter auch die Adoption eines Pudels aus dem Tierheim in Betracht zu ziehen.

Das äußere Erscheinungsbild des Pudels

Hervorstechendes Merkmal des Pudels ist sein wolliges und lockiges Haar, das sich maßgeblich vom Fell anderer Hunde unterscheidet. So haaren Pudel nahezu gar nicht, was sie zu interessanten Vierbeinern für Sauberkeitsfanatiker und Allergiker macht, die empfindlich auf die herumfliegenden Hundehaare reagieren. Mit einem Pudel hat man derartige Probleme nicht. Im Gegenzug bedürfen diese Hunde aber einer besonderen Pflege. Regelmäßiges Bürsten ist ein absolutes Muss. Darüber hinaus werden Pudel geschoren, da ihr Haar immer weiter wächst. Als Pudelbesitzer muss man sich entsprechende Kompetenzen entweder selbst aneignen oder regelmäßig einen Hundefriseur aufsuchen.

Zur Größe sowie zum Gewicht des Pudels kann es keine pauschalen Angaben geben, weil der Pudel in verschiedenen Varianten vorkommt. Dabei handelt es sich um:

  • Großpudel: 45 bis 60 cm Widerristhöhe
  • Kleinpudel: 35 bis 45 cm Widerristhöhe
  • Zwergpudel: 28 bis 35 cm Widerristhöhe
  • Toypudel: 24 bis 28 cm Widerristhöhe

Unabhängig davon, ob es ein großer, ein mittelgroßer oder ein kleiner Hund sein soll, kann der Pudel stets eine Überlegung wert sein. Selbst Menschen, die ein Faible für echte Zwerghunde haben, finden mit dem Pudel einen größentechnisch passenden Vierbeiner.

Das Wesen des Pudels

Trotz aller Größenunterschiede lässt sich das Wesen des Pudels im Allgemeinen als ausgeglichen beschreiben. Darüber hinaus sind Pudel mit einer hohen Intelligenz und viel Neugier gesegnet. Die jagdlichen Ambitionen halten sich in Grenzen, während zugleich ein ausgeprägter Apportierwille vorhanden ist. All diese Eigenschaften machen Pudel immer wieder zu wahren Musterschülern in der Hundeschule. Ihr verschmustes, anhängliches und menschenbezogenes Wesen ist ebenfalls erwähnenswert und macht sie zu äußerst liebenswerten Hunden. Mit seiner Fröhlichkeit und Lebendigkeit bereichert der Pudel das Leben seiner Menschen und ist praktisch immer zum Spielen aufgelegt. Insbesondere in Familien mit Kindern wird dieses Verhalten im Allgemeinen sehr geschätzt. Als reiner Familienhund, Therapiehund oder auch beim Hundesport kann sich der Pudel immer wieder aufs Neue bewähren.

Die rundum positiven Charaktereigenschaften, die dem Pudel laut Rassestandard zugeschrieben werden, können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass jeder Hund ein Individuum mit eigener Persönlichkeit ist. Dementsprechend sollten Hundehalter stets auf das einzigartige Wesen ihres Hundes Rücksicht nehmen.

Die richtige Ausstattung für den Pudel

Ein Pudel braucht zunächst Näpfe und hochwertiges Futter sowie immer frisches Wasser. Für die täglichen Spaziergänge ist zudem eine Leine und ein Halsband beziehungsweise ein Hundegeschirr erforderlich. Selbst die beste Erziehung kann schließlich nicht verhindern, dass ein Hund hin und wieder angeleint werden muss. Ein Körbchen, das als Hundebett fungiert, sollte ebenfalls vorhanden sein und kann dem Vierbeiner als Rückzugsort und Schlafplatz dienen. Wer mit seinem Pudel auf Reisen geht oder einfach nur im Auto unterwegs ist, sollte zudem über eine Transportbox verfügen, in der der Hund sicher untergebracht werden kann. In all diesen Punkten unterscheidet sich der Pudel nicht von anderen Hunderassen. Die Fellpflege der wolligen und dichten Behaarung macht dahingegen schon einen Unterschied. Verschiedene Bürsten und gegebenenfalls eine Schermaschine gehören daher ebenfalls zur Grundausstattung für Pudelbesitzer. Da sich hin und wieder auch Dreck in den Haaren verfangen kann oder dieses nach einem Bad im See stark verschmutzt sein kann, sollte man sich darauf einstellen, den Hund zuweilen auch zu baden.

Pudel aus dem Tierheim adoptieren

Pudel werden nicht nur als Welpen über Züchter vermittelt, sondern suchen leider auch immer wieder über den Tierschutz ein neues Zuhause. Unterschiedlichste Umstände können dafür sorgen, dass ein Hund sein Zuhause verliert. Auch Pudel und Pudelmischlinge sind somit nicht davor gefeit, im Tierheim zu landen. Wer einem solchen gelockten Vierbeiner ein Zuhause schenken möchte, sollte sich also bei den Tierschutzorganisationen umschauen und findet mit Sicherheit auch seinen Traumpudel, der ein neues Zuhause mit liebenden Menschen mehr als verdient hat.

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