Bullterrier aus dem Tierheim oder vom Züchter
Der Bullterrier ist ein muskulöser, temperamentvoller Terrier mit dem unverwechselbaren eiförmigen Kopf, der als verspielt, mutig und stark menschenbezogen gilt. Ins Tierheim gelangt er oft, weil er in manchen Bundesländern als Listenhund gilt oder weil Halter seinen Bewegungsdrang und seinen eigenwilligen Kopf unterschätzt haben.
Für aktive, konsequente Menschen ist ein Bullterrier aus zweiter Hand ein loyaler und humorvoller Begleiter.
Charakter & Wesen
Der Bullterrier ist ein lebensfroher, verspielter Hund mit viel Temperament und einem ausgeprägten Dickkopf. Er hängt sehr an seinen Menschen, ist verschmust und kinderlieb, gleichzeitig aber mutig, selbstbewusst und mitunter stur. Sein Terrier-Erbe zeigt sich in Bewegungsdrang und Reizbarkeit; er braucht klare, liebevolle Konsequenz und viel Beschäftigung. Richtig geführt ist er ein humorvoller, treuer Familienhund.
mutig verspielt eigenwillig anhänglich temperamentvoll selbstbewusst verschmust
Erscheinungsbild
Der Bullterrier ist ein kraftvoll gebauter, muskulöser Hund und durch seinen einzigartigen eiförmigen Kopf mit dem leicht gebogenen Profil unverwechselbar. Die kleinen, dreieckigen Augen und die aufrechten Ohren geben ihm einen entschlossenen Ausdruck. Das kurze, harte Fell liegt glatt an und glänzt; es gibt reinweisse und farbige Bullterrier, oft gestromt oder mit Abzeichen.
Wie alt wird ein Bullterrier? Gesundheit & Lebenserwartung
Bullterrier werden im Schnitt 11 bis 14 Jahre alt. Die Rasse gilt als robust, hat aber einige typische Erbkrankheiten, auf die verantwortungsvolle Züchter testen.
- Nierenerkrankungen: erblich bedingte Nierenschäden kommen bei der Rasse vor und sollten kontrolliert werden.
- Taubheit: vor allem bei weißen Bullterriern tritt angeborene Taubheit gehäuft auf.
- Herzerkrankungen und Hautprobleme: Herzfehler sowie Allergien und Sonnenbrand auf heller Haut sind möglich.
Ein Hörtest bei Welpen, regelmäßige Nieren- und Herzkontrollen und Sonnenschutz für weiße Hunde helfen, den Bullterrier gesund zu halten.
Haltung & Pflege
Der Bullterrier braucht viel Bewegung, Spiel und geistige Beschäftigung, um ausgeglichen zu sein - Unterforderung führt schnell zu Frust. Wichtig ist eine ruhige, konsequente Erziehung ohne Härte. Das kurze Fell ist sehr pflegeleicht. Zu beachten ist der rechtliche Rahmen: In einigen Bundesländern steht der Bullterrier auf der Rasseliste, was Haltung, Auflagen und Versicherung betrifft.
Bullterrier mit Kindern und anderen Tieren
Gut sozialisiert ist der Bullterrier ein verspielter, geduldiger Familienhund, der Kinder liebt - wegen seiner Kraft und seines ungestümen Spiels sollte der Kontakt mit kleinen Kindern aber beaufsichtigt werden. Anderen Hunden, besonders gleichgeschlechtlichen, kann er dominant begegnen; kleinen Heimtieren gegenüber ist sein Terrier-Jagdtrieb zu bedenken.
Für wen ist der Bullterrier geeignet?
- Familientauglichmittel
- Anfängertauglichgering
- Auslaufbedarfmittel bis hoch
- Pflegeaufwandgering
- Bewegungsdranghoch
- Wohnungshaltungbedingt
Kurz gesagt: Der Bullterrier passt zu aktiven, konsequenten Haltern, die sich mit seinem Temperament und dem rechtlichen Rahmen auskennen. Für Anfänger ist er nur bedingt geeignet.
Spricht für den Bullterrier
- verspielt, humorvoll und stark menschenbezogen
- anhänglich und verschmust mit seiner Familie
- robust und pflegeleicht im Fell
- mutig und selbstbewusst
Sollte man bedenken
- in einigen Bundesländern Listenhund mit Auflagen
- eigenwillig und temperamentvoll, braucht Konsequenz
- hoher Beschäftigungsbedarf
- kann anderen Hunden gegenüber dominant sein
Was kostet ein Bullterrier?
Neben dem Anschaffungspreis können je nach Bundesland Kosten für Wesenstest, Hundeführerschein und erhöhte Steuer oder Versicherung anfallen.
| Herkunft | Kosten | Inklusive |
|---|---|---|
| Tierheim / Tierschutz | ca. 250-400 Euro Schutzgebühr | meist kastriert, geimpft, gechippt und entwurmt |
| Welpe vom Züchter | ca. 1.200-2.000 Euro | seriöse Zucht mit Nieren-, Herz- und Hörtests |
Tipp aus der Redaktion
Kläre vor der Anschaffung die Rechtslage in deinem Bundesland: Der Bullterrier steht mancherorts auf der Rasseliste, was Wesenstest, Auflagen oder eine erhöhte Hundesteuer bedeuten kann. So gibt es später keine bösen Überraschungen.
Einen Bullterrier aus dem Tierheim adoptieren
Gerade Bullterrier sitzen wegen der Rasselisten oft lange im Tierheim. Wer sich auskennt und Konsequenz mitbringt, gewinnt einen loyalen, verspielten Freund.
Tierheim in der Nähe findenHäufige Fragen zum Bullterrier
Ein Bullterrier wird durchschnittlich 11 bis 14 Jahre alt. Gesunde Zucht, Bewegung und regelmäßige Vorsorge wirken sich positiv auf die Lebenserwartung aus.
Der Standard-Bullterrier hat keine feste Grössengrenze, liegt aber meist bei etwa 45 bis 55 cm Schulterhöhe und 22 bis 38 kg. Der Miniature Bullterrier ist deutlich kleiner.
Aus dem Tierheim liegt die Schutzgebühr bei etwa 250 bis 400 Euro. Ein Welpe von einem seriösen Züchter kostet rund 1.200 bis 2.000 Euro; hinzu können je nach Bundesland Auflagen kommen.
Das hängt vom Bundesland ab. In einigen Bundesländern steht der Bullterrier auf der Rasseliste und unterliegt Auflagen wie Wesenstest, Leinen- oder Maulkorbpflicht und erhöhter Hundesteuer. Vor der Anschaffung sollte man die lokale Rechtslage prüfen.
Bei rein weißen Bullterriern tritt angeborene Taubheit häufiger auf, weil das für die weiße Farbe verantwortliche Gen auch die Entwicklung des Innenohrs beeinflussen kann. Seriöse Züchter lassen Welpen daher per Hörtest untersuchen.
Alle Hunderassen im Überblick
Einen Bullterrier aus dem Tierheim adoptieren
Auch reinrassige Tiere wie der Bullterrier landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Bullterrier zu Ihrem Alltag passt.
Tierheime und Tierschutzvereine mit Vermittlungstieren - nach Bundesland und Ort.