Mops aus dem Tierheim

Der Mops ist ein klassischer Vertreter der Gesellschafts- und Begleithunde und wird dementsprechend der FCI-Gruppe 9 zugeordnet. Insbesondere in den vergangenen Jahren hat die Mops-Zucht einen regelrechten Boom erlebt, doch der Mops ist keineswegs eine aktuelle Modeerscheinung aus der Hundewelt. Heute geht man davon aus, dass die Geschichte der kleinen doggenartigen Hunde mehr als 2.000 Jahre bis ins Kaiserreich China zurückreicht. Vor einigen Jahrhunderten gelangte der Mops dann nach Europa und entwickelte sich vom Kaiserhund zum Damenhund. Der Mops sollte seinem Menschen somit stets Gesellschaft leisten und wurde nie zur Jagd oder zum Bewachen eingesetzt. Dies macht sich auch heute in seinem besonderen Wesen bemerkbar.

Das äußere Erscheinungsbild des Mopses

Viele Menschen verlieben sich bei einem Mops vor allem in sein eigentümliches Aussehen. Eine kurze Schnauze, große Augen, ein runder Kopf und das faltige Gesicht machen den Mops aus. Zudem ist er ein kleiner und kompakter Hund, was ihn auch im städtischen Umfeld zu einem guten Begleiter macht. Das Fell ist kurz und ist beige. Einzige Ausnahme sind das Gesicht sowie die Ohren, die schwarz sind. Auf den ersten Blick wirkt der Mops niedlich und süß, doch die besondere Kopfform hat durchaus auch ihre Tücken. Insbesondere im Zuge der Entwicklung als Modehund wurden immer mehr Extreme gefördert, so dass Möpse als brachycephale Hunde vielfach unter schwerwiegenden Atemproblemen leiden. In der jüngeren Vergangenheit haben dies immer mehr Züchter erkannt und setzen daher auf eine längere Nase. Der Altdeutsche Mops beziehungsweise der Retro-Mops haben die Zucht eines gesünderen Mops-Typs zum Ziel.

Das Wesen des Mopses

Der ideale Mops ist ein angenehmer Begleithund mit einer würdevollen und charmanten Ausstrahlung. Er sollte fröhlich, lebhaft und ausgeglichen sein. Zudem zeichnet er sich durch einen gutmütigen Charakter aus, der ihm ein liebenswürdiges Wesen verschafft. Aggressionen sollten in keiner Weise auftreten. Allerdings hat so mancher Mops auch Probleme, das Verhalten seiner Artgenossen anderer Rassen richtig zu deuten. In Verbindung mit seinem Mut und dem Hang zur Selbstüberschätzung können sich zuweilen brenzlige Situationen ergeben. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Hundebegegnungen zu vermeiden sind. Auch der Mops ist ein soziales Wesen, das immer wieder Kontakt zu Artgenossen sucht. Damit es hier zu keinen Fehleinschätzungen kommt, ist eine frühe und umfassende Sozialisierung unabdinglich. Es ist also keine Lösung, den Hund hochzunehmen oder per se in einer Tasche herumzutragen. Auch ein Mops sollte Hund sein dürfen und die Chance haben, typisches Hundeverhalten an den Tag zu legen. Allerdings kommt es leider immer wieder vor, dass andere Vierbeiner das mitunter schnarchende Atemgeräusch, das viele Hunde brachycephaler Rassen leider zeigen, als Knurren fehlinterpretieren. Für Halter eines Mopses ist es daher auch besonders wichtig, die Körpersprache des Hundes zu kennen und so andere Hunde gewissermaßen lesen zu können.

Die richtige Ausstattung für den Mops

Obgleich viele Menschen den Fehler machen, Möpse zu verhätscheln und zu vermenschlichen, handelt es sich dabei um ganz normale Hunde. Die richtige Ausstattung, um die sich künftige Mopshalter kümmern sollten, besteht somit aus den folgenden Dingen:

  • Näpfe
  • Hundefutter
  • Transportbox beziehungsweise Hundetragetasche
  • Leine
  • Halsband beziehungsweise Geschirr
  • Hundebett

Auch an Spielzeug sollte man als Mopshalter denken, schließlich möchte sich der Hund auch aktiv mit seinen Menschen beschäftigen. Ob und an welchem Spielzeug ein Mops Freude hat, hängt allerdings vom jeweiligen Individuum ab.

Mops aus dem Tierheim adoptieren

So manchen Mops trifft das Schicksal hart, indem es ihm den Verlust seines Zuhauses beschert. Eine schwere Erkrankung des Besitzers, der Tod des Halters oder veränderte Lebensumstände sind oftmals dafür verantwortlich, dass ein Mops ein neues Zuhause sucht. Für so menschenbezogene und auch sensible Hunde wie Möpse ist dies eine traumatische Situation. Im Tierheim fühlen sie sich daher oftmals sehr gestresst und leiden dementsprechend unter der Situation. Echte Mops-Liebhaber sollten daher zumindest einmal im Tierschutz nachfragen, ob auch der eine oder andere Mops zu vermitteln ist. Es ist natürlich ohne Frage ein tolles Erlebnis, einen Welpen vom Züchter zu holen und diesen aufwachsen zu sehen, aber auch Tierheimhunde haben eine Chance verdient und sollten nicht vergessen werden. Indem man einen Mops aus dem Tierheim adoptiert, rettet man gleich zwei Hunde. Einerseits hat der vermittelte Mops nun wieder ein Zuhause und andererseits ist so nun Platz für einen weiteren Vierbeiner, der dringend ein neues Zuhause sucht. Da die meisten Hunde vollkommen unverschuldet im Tierheim landen, ist ein Mops aus dem Tierheim keineswegs zwangsläufig verhaltensauffällig oder krank. Davon können sich Hundefreunde bei einem Besuch im Tierheim selbst überzeugen und bei dieser Gelegenheit auch den zu vermittelnden Mops kennenlernen. Rasch verliert man sein Herz an ein solches Knautschgesicht, so dass es außer Frage steht, dass auch ein Mops aus dem Tierheim ein toller Begleiter sein kann.

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