Mastiff aus dem Tierheim oder vom Züchter
Der Mastiff ist ein englischer Molosser von imposanter Größe mit ruhigem, gutmütigem und wachsamem Wesen, das im deutlichen Kontrast zu seiner Kraft steht. Ins Tierheim kommt er oft, weil Halter Größe, Kosten und die kurze Lebenserwartung dieses Riesen unterschätzt haben.
Ein Mastiff aus dem Tierschutz sucht erfahrene Menschen mit Platz, Zeit und Ruhe.
Charakter & Wesen
Der Mastiff ist trotz seiner gewaltigen Erscheinung ein ausgesprochen ruhiger, gutmütiger und familienbezogener Hund. Er ist seiner Familie treu ergeben, wachsam und mutig, ohne aggressiv zu sein, und tritt Fremden zunächst zurückhaltend gegenüber. Seine Wachsamkeit und sein Beschützerinstinkt verlangen nach konsequenter, ruhiger Erziehung und früher Sozialisierung. Er ist kein nervöser oder lauter Hund, sondern gelassen und würdevoll.
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Erscheinungsbild
Der Mastiff gehört zu den schwersten Hunderassen der Welt. Er hat einen massiven, breiten Körper, einen großen, quadratischen Kopf mit ausgeprägtem Stopp und hängenden Lefzen. Das kurze Fell ist apricot, rehbraun oder gestromt gefärbt, Fang, Ohren und Nase sind dunkel maskiert. Der Gesamteindruck ist einer von Kraft, Würde und Gelassenheit.
Wie alt wird ein Mastiff? Gesundheit & Lebenserwartung
Wie viele Riesenrassen hat der Mastiff mit 7 bis 10 Jahren nur eine vergleichsweise kurze Lebenserwartung. Sein Körperbau bringt typische Gesundheitsrisiken mit sich:
- Gelenke: Huft- und Ellbogendysplasie (HD/ED) sind bei diesem Gewicht verbreitet.
- Magendrehung: Als großer Hund mit tiefem Brustkorb stark gefährdet, ein Notfall.
- Herz: Herzerkrankungen wie die dilatative Kardiomyopathie kommen vor.
Maßvolle Bewegung im Wachstum, ruhige Fütterung in mehreren Portionen und regelmäßige Gelenk- und Herzkontrollen sind wichtige Vorsorge.
Haltung & Pflege
Der Mastiff braucht vor allem Platz: In einer kleinen Wohnung ist er fehl am Platz, ideal ist ein Haus mit Garten. Sein Bewegungsbedarf ist moderat, ausgedehnte ruhige Spaziergänge genügen, im Wachstum darf er nicht überlastet werden. Die Fellpflege ist einfach, dafür sabbert er und die Hautfalten und Lefzen brauchen regelmäßige Reinigung. Zu bedenken sind hohe Futter- und Tierarztkosten.
Mastiff mit Kindern und anderen Tieren
Der Mastiff ist zu seiner Familie und zu Kindern sanft und geduldig. Wegen seines enormen Gewichts kann er kleine Kinder jedoch unabsichtlich umstoßen, weshalb der Kontakt beaufsichtigt werden sollte. Bei früher Sozialisierung versteht er sich mit anderen Hunden und Haustieren, sein Beschützerinstinkt gegenüber Fremden bleibt aber ausgeprägt.
Für wen ist der Mastiff geeignet?
- Familientauglichhoch
- Anfängertauglichbedingt
- Platzbedarfsehr hoch
- Pflegeaufwandgering
- Bewegungsdrangmittel
- Wohnungshaltungungeeignet
Kurz gesagt: Der Mastiff passt zu ruhigen, erfahrenen Haltern mit viel Platz, die den Aufwand und die kurze gemeinsame Zeit bewusst annehmen. Für Anfänger und Wohnungshaltung ist er nicht geeignet.
Spricht für den Mastiff
- Ruhig, gutmütig und sehr familientreu
- Zuverlässiger, wenig belliger Wachhund
- Geringer Fellpflegeaufwand
- Gelassenes, ausgeglichenes Wesen
Sollte man bedenken
- Enormer Platzbedarf, nichts für die Wohnung
- Hohe Futter- und Tierarztkosten
- Kurze Lebenserwartung von 7 bis 10 Jahren
- Sabbert stark und braucht konsequente Erziehung
Was kostet ein Mastiff?
Beim Mastiff sind vor allem die laufenden Kosten hoch, da Futtermengen und Medikamente sich am Gewicht orientieren. Ein Überblick zur Anschaffung:
| Herkunft | Kosten | Inklusive |
|---|---|---|
| Tierheim / Tierschutz | ca. 300-500 Euro Schutzgebühr | meist kastriert, geimpft, gechippt und entwurmt |
| Welpe vom Züchter | ca. 1.800-2.800 Euro | bei seriöser Zucht mit HD/ED-Untersuchung der Elterntiere und Papieren |
Tipp aus der Redaktion
Füttere den Mastiff auf zwei bis drei Mahlzeiten am Tag verteilt und lass ihn danach ruhen, das senkt das Risiko der lebensgefährlichen Magendrehung, für die große Rassen mit tiefem Brustkorb besonders anfällig sind.
Einen Mastiff aus dem Tierheim adoptieren
Immer wieder warten Mastiffs und Molosser-Mischlinge im Tierheim auf ein Zuhause mit Platz und Ruhe. Wer den Aufwand tragen kann, gewinnt einen treuen, sanften Riesen.
Tierheim in der Nähe findenHäufige Fragen zum Mastiff
Der Mastiff erreicht als Riesenrasse nur ein Alter von etwa 7 bis 10 Jahren. Maßvolle Bewegung im Wachstum und regelmäßige Gesundheitskontrollen unterstützen ein möglichst langes Leben.
Rüden werden mindestens 76 cm groß, Hündinnen ab 70 cm. Mit 70 bis 100 kg gehört der Mastiff zu den schwersten Hunderassen der Welt.
Aus dem Tierheim liegt die Schutzgebühr meist bei 300 bis 500 Euro. Ein Welpe aus seriöser Zucht kostet etwa 1.800 bis 2.800 Euro, hinzu kommen wegen der Größe hohe laufende Futter- und Tierarztkosten.
Nur bedingt. Der Mastiff ist zwar ruhig und gutmütig, seine Größe, sein Beschützerinstinkt und der hohe Aufwand verlangen aber Erfahrung, Konsequenz und viel Platz. Für Einsteiger ist er daher nur eingeschränkt geeignet.
Der Mastiff braucht viel Platz und ist für die Wohnungshaltung ungeeignet. Ideal ist ein Haus mit Garten, in dem sich der schwere Hund frei und ruhig bewegen kann.
Alle Hunderassen im Überblick
Einen Mastiff aus dem Tierheim adoptieren
Auch reinrassige Tiere wie der Mastiff landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Mastiff zu Ihrem Alltag passt.
Tierheime und Tierschutzvereine mit Vermittlungstieren - nach Bundesland und Ort.