Labradoodle aus dem Tierheim oder vom Züchter
Der Labradoodle ist eine Kreuzung aus Labrador Retriever und Pudel, die als freundlicher, verspielter und lernfreudiger Familienhund beliebt wurde und deren Fell oft als besonders wenig haarend gilt. Weil die Erwartung an ein pflegeleichtes, ruhiges Tier häufig nicht zur tatsächlichen Energie und dem Pflegebedarf passt, landen Labradoodles immer wieder im Tierheim.
Ein Labradoodle aus dem Tierschutz sucht eine aktive Familie, die Zeit für Bewegung und Fellpflege mitbringt.
Charakter & Wesen
Der Labradoodle verbindet die Gutmütigkeit des Labradors mit der Intelligenz und Verspieltheit des Pudels. Er ist in der Regel freundlich, menschenbezogen und lernfreudig, was ihn zu einem beliebten Familien- und auch Assistenzhund macht. Da er aus einer Kreuzung stammt, ist sein Wesen jedoch weniger festgelegt als bei reinrassigen Hunden - Temperament und Energie können je nach Elterntieren stark variieren. Gemeinsam ist den meisten ein hoher Bedarf an Bewegung, Nähe und Beschäftigung.
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Erscheinungsbild
Das Aussehen des Labradoodles ist sehr uneinheitlich, da es vom Pudel- und Labradoranteil abhängt. Je nach verwendeter Pudelgrösse reicht die Spanne vom kleinen Mini bis zum großen Standard. Das Fell kann glatt-wellig, lockig oder wollig sein und tritt in vielen Farben von Creme über Apricot und Braun bis Schwarz auf. Typisch ist der zottelige, oft an einen Teddy erinnernde Ausdruck mit hängenden Ohren und dunklen Augen.
Wie alt wird ein Labradoodle? Gesundheit & Lebenserwartung
Ein Labradoodle wird meist 12 bis 15 Jahre alt. Da er die Anlagen beider Ausgangsrassen erben kann, sind einige Themen relevant:
- Gelenke: Hüft- und Ellbogendysplasie treten bei Labrador und Pudel auf und können vererbt werden.
- Augen: erbliche Netzhauterkrankungen wie PRA sind möglich.
- Ohren: die Hängeohren und das dichte Fell begünstigen Ohrenentzündungen.
Wichtig ist eine seriöse Verpaarung mit Gesundheitstests der Elterntiere sowie regelmäßige Ohren- und Gelenkkontrolle.
Haltung & Pflege
Der Labradoodle braucht täglich ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung und fühlt sich in einer aktiven Familie am wohlsten. Sein lockiges Fell haart oft weniger als das eines Labradors, ist dafür aber pflegeintensiv: Es muss regelmäßig gebürstet und je nach Felltyp mehrmals im Jahr geschoren werden, sonst verfilzt es. Als sehr menschenbezogener Hund sollte er nicht lange allein bleiben.
Labradoodle mit Kindern und anderen Tieren
Der Labradoodle gilt als geduldiger, verspielter Begleiter, der sich in Familien mit Kindern meist ausgezeichnet einlebt. Auch mit anderen Hunden und Haustieren versteht er sich in der Regel gut, wenn er frühzeitig sozialisiert wurde. Sein freundliches, offenes Wesen macht ihn selten zum Streithund, sein Temperament sollte im Umgang mit sehr kleinen Kindern aber im Blick behalten werden.
Für wen ist der Labradoodle geeignet?
- Familientauglichhoch
- Anfängertauglichgut
- Auslaufbedarfhoch
- Pflegeaufwandhoch
- Bewegungsdranghoch
- Wohnungshaltungmit Auslastung möglich
Kurz gesagt: Der Labradoodle passt zu aktiven Familien und Einsteigern, die Zeit für Bewegung, Zuwendung und die aufwendige Fellpflege mitbringen.
Spricht für den Labradoodle
- freundliches, familienfreundliches Wesen
- intelligent und leicht zu erziehen
- Fell haart oft wenig
- sozialverträglich mit Mensch und Tier
Sollte man bedenken
- Wesen und Aussehen wenig vorhersehbar
- hoher Pflegeaufwand für das Lockenfell
- viel Bewegung und Zuwendung nötig
- keine anerkannte Rasse mit einheitlichem Standard
Was kostet ein Labradoodle?
Trotz fehlender Rassezugehörigkeit werden für Labradoodle-Welpen oft hohe Preise verlangt - im Tierheim findet sich mancher zum Bruchteil davon.
| Herkunft | Kosten | Inklusive |
|---|---|---|
| Tierheim / Tierschutz | ca. 250-400 Euro Schutzgebühr | meist geimpft, gechippt, entwurmt, oft kastriert |
| Welpe vom Züchter | ca. 1.500-3.000 Euro | nur bei seriöser Zucht mit Gesundheitstests der Elterntiere |
Tipp aus der Redaktion
Gewöhne deinen Labradoodle schon als Welpe an Bürsten und Schermaschine - sein Lockenfell verfilzt ohne regelmäßige Pflege schnell und muss dann in der Hundesalon-Kabine aufwendig geschoren werden.
Einen Labradoodle aus dem Tierheim adoptieren
Auch Labradoodles landen im Tierheim, wenn Energie oder Pflegeaufwand unterschätzt wurden. Wer Zeit und Aktivität mitbringt, findet in ihm einen fröhlichen Familienhund.
Tierheim in der Nähe findenHäufige Fragen zum Labradoodle
Ein Labradoodle erreicht in der Regel 12 bis 15 Jahre. Die genaue Lebenserwartung hängt auch von der Größe und den Anlagen der Elterntiere ab.
Je nach verwendeter Pudelgrösse reicht die Spanne von etwa 35 cm und 7 kg beim Mini bis rund 65 cm und 30 kg beim Standard-Labradoodle.
Aus dem Tierheim liegt die Schutzgebühr meist bei 250 bis 400 Euro. Für einen Welpen aus seriöser Zucht werden oft 1.500 bis 3.000 Euro verlangt.
Viele Labradoodles haaren dank des Pudelanteils wenig, eine Garantie gibt es aber nicht, da das Fell je nach Verpaarung unterschiedlich ausfällt. Völlig allergikersicher ist kein Hund.
Nein. Der Labradoodle ist eine Kreuzung aus Labrador und Pudel und wird von der FCI nicht als eigenständige Rasse mit einheitlichem Standard anerkannt.
Alle Hunderassen im Überblick
Einen Labradoodle aus dem Tierheim adoptieren
Auch reinrassige Tiere wie der Labradoodle landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Labradoodle zu Ihrem Alltag passt.
Tierheime und Tierschutzvereine mit Vermittlungstieren - nach Bundesland und Ort.