Malteser aus dem Tierheim

Vertreter der Hunderasse Malteser werden vielfach als Schoßhunde abgestempelt und zuweilen gar nicht als richtige Hunde wahrgenommen. Aufgrund seiner geringen Größe und seines bezaubernden Aussehens erweist sich der Malteser seit jeher als idealer Damenhund. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hunderassen wurde der Malteser nie für einen bestimmten Zweck gezüchtet und musste somit auch keine bestimmten Aufgaben erfüllen. Er war stets Gesellschafts- und Begleithund und ist dies bis heute geblieben. Seine Geschichte reicht mehrere Tausend Jahre zurück und nahm ihren Ursprung wahrscheinlich im Alten Ägypten. Dies legt zumindest die Tatsache nahe, dass im Grab des Pharaos Ramses II., der von 1301 bis 1225 vor Christus lebte, Statuen gefunden wurden, die Hunde zeigen, die dem heutigen Malteser sehr ähnlich sind. Diverse Funde, die aus der Zeit rund um das Jahr 500 vor Christus stammen, zeigen ebenfalls solche Hunde, die zugleich mit „Melitae“ beschriftet sind. Im gesamten Mittelmeerraum war der Malteser weit verbreitet und erfreute die Menschen. Woher die Bezeichnung Malteser stammt, lässt sich heute allerdings nicht mehr zweifelsfrei feststellen und muss keineswegs auf den heutigen südeuropäischen Inselstaat Malta hinweisen.

Das äußere Erscheinungsbild des Maltesers

Auffallend an der Hunderasse Malteser ist zunächst die geringe Größe, denn mit maximal 25 cm Höhe und einem Gewicht von bis zu 4 kg ist der Malteser ein sehr kleiner Hund. Trotz seiner geringen Größe weist der Malteser allerdings keinen allzu zarten Körperbau auf. Das weiße, seidige und lange Fell komplettiert sein äußeres Erscheinungsbild. Obgleich der Malteser über keine Unterwolle verfügt, ist eine umfassende Fellpflege permanent erforderlich. Das weiße Fell verleiht dem Malteser in Verbindung mit seiner schwarzen Nase und den Knopfaugen sein liebenswertes Aussehen.

Das Wesen des Maltesers

Dass der Malteser optisch überzeugen kann und an Niedlichkeit kaum zu übertreffen ist, steht außer Frage und erklärt die anhaltende Popularität dieser Hunderasse. Früher waren Hunde für die Menschen zumeist Nutztiere und mussten gewisse Aufgaben übernehmen. Erst in jüngerer Vergangenheit hat sich hier ein Wandel ergeben, wodurch Hunde heute vor allem als bester Freund des Menschen als dessen Sozialpartner fungieren. Für die Hunderasse Malteser galt dies dahingegen schon immer, schließlich wurde der kleine Schoßhund niemals für die Jagd oder als Wachhund eingesetzt. Dies zeigt sich auch heute noch anhand des Wesens des Maltesers, das als liebenswert, anschmiegsam und menschenbezogen beschrieben werden kann. Nichtsdestotrotz ist der Malteser in keiner Weise ein Langweiler, sondern vielmehr ein aktiver und verspielter Hund. Aggressionen und Ängstlichkeit sollten ihm dem Rassestandard entsprechend fremd sein.

Der Malteser zeichnet sich durch einen temperamentvollen Charakter sowie Intelligenz aus. Sein Bewegungsdrang hält sich in Grenzen, an ausgiebigen Spaziergängen haben aber natürlich auch Vertreter dieser alten Hunderasse große Freude. Mutig und aktiv bewältigen die kleinen Hunde ihren Alltag. Sie genießen zwar Streicheleinheiten, sollten aber nicht gänzlich verhätschelt werden. Trotz ihrer geringen Größe sind Malteser richtige Hunde, die auch so behandelt werden möchten. Allerdings muss man hier keinen allzu großen Jagdtrieb befürchten und profitiert im Zuge der Hundeerziehung von der Menschenbezogenheit und Intelligenz des Maltesers.

Die richtige Ausstattung für Malteser

All diejenigen, die sich in das seidige weiße Fell, die runden Knopfaugen oder das liebenswerte Wesen des Maltesers verliebt haben, tragen sich vielleicht mit dem Wunsch, ihre Familie um einen solchen Vierbeiner zu erweitern. Unabhängig davon, ob man sich für einen Welpen vom Züchter oder einen Malteser aus dem Tierschutz entscheidet, muss man dem Tier vor allem viel Liebe und Aufmerksamkeit schenken. Darüber hinaus darf die richtige Ausstattung ebenfalls nicht fehlen. Zunächst fallen den meisten Menschen hier die Leine und das Halsband beziehungsweise Geschirr ein. Darüber hinaus müssen Näpfe und ein hochwertiges Futter angeschafft werden. Wer viel mit dem Hund unterwegs ist, braucht auch eine Transporttasche oder Hundebox. Die anschmiegsamen Malteser nehmen zudem kuschelige Decken und Körbchen gerne an und sollten darauf nicht verzichten müssen. Spielzeug darf ebenfalls nicht fehlen und kann einen wichtigen Beitrag zur alltäglichen Beschäftigung des Hundes leisten.

Ein hervorstechendes Merkmal des Maltesers ist das lange, seidige und weiße Fell. Bei der Zusammenstellung der erforderlichen Ausstattung darf man die Fellpflege auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Kämme, Bürsten und diverse Pflegemittel sind im Tierfachhandel erhältlich und für Malteser unabdinglich.

Malteser aus dem Tierheim adoptieren

Wer bereits dem einen oder anderen Tierheim einen Besuch abgestattet hat, dürfte dort eher selten einem Malteser begegnet sein. Nichtsdestotrotz trifft auch Vertreter dieser Hunderasse mitunter das Schicksal, so dass sie ihr Zuhause verlieren und im Tierheim oder auf Pflegestellen engagierter Tierschutzvereine landen. Auf der Suche nach einem kleinen Begleithund kann es sich folglich durchaus lohnen, den örtlichen Tierschutz zu konsultieren.

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