Yorkshire Terrier aus dem Tierheim

Im Vergleich zu den meisten anderen Hunderassen ist der Yorkshire Terrier zwar ein echter Winzling, aber ein Schoßhündchen ist er dennoch keinesfalls. Selbst in dem kleinsten Yorkshire steckt ein echter Terrier, der nicht als Modepüppchen oder Accessoire herhalten, sondern als richtiger Hund leben möchte. Nichtsdestotrotz ist der kernige Yorkshire Terrier auch schön anzusehen und aufgrund seiner geringen Größe sehr handlich, was das Handling erheblich vereinfacht. Auf der Suche nach einem kleinen Hund, der Lebensfreude ausstrahlt und einen eigenen Kopf hat, stoßen Hundefreunde so unweigerlich auf den Yorkshire Terrier. Heute ist der Yorkshire Terrier zwar in erster Linie Gesellschafts- und Begleithund, sein Erbe als passionierter Jagdhund kann er jedoch nicht leugnen. Wer sich einen solchen Vierbeiner nach Hause holen möchte, kann sich an einen erfahrenen Züchter wenden oder auch im Tierschutz nach dem einen oder anderen Yorkshire Terrier Ausschau halten.

Das äußere Erscheinungsbild des Yorkshire Terriers

Maximal 3,2 kg Körpergewicht sowie eine Widerristhöhe von 19 bis 23 cm sichern dem Yorkshire Terrier einen Platz unter den kleinsten anerkannten Hunderassen. Das äußere Erscheinungsbild wird zudem durch das lange und seidige Fell geprägt, das bis zum Boden reicht und braun mit dunklem Stahlblau daherkommt. Andere Farbschläge können zuweilen zwar auch vorkommen, gelten dem allgemeinen Rassestandard entsprechend jedoch als Fehler. Aufgrund dessen hat sich der Biewer Terrier als eigenständige Variante des Yorkshire Terriers entwickelt, wobei eine entsprechende Anerkennung seitens der FCI nicht existiert.

Das Wesen des Yorkshire Terriers

Das Wesen des Yorkshire Terriers bildet einen starken Kontrast zum äußeren Erscheinungsbild der Hunderasse. Yorkshire Terrier sind zwar klein und zierlich, beweisen aber immer wieder aufs Neue charakterliche Größe. So treten sie wachsam, mutig und selbstbewusst auf. Um das Verhalten in die richtigen Bahnen zu lenken, ist eine konsequente und zugleich liebevolle Erziehung unabdinglich. Dabei kommt den Haltern die Intelligenz und Lebhaftigkeit dieser Hunderasse sehr zugute. Gleichzeitig darf man den Jagdtrieb nicht unterschätzen, denn obwohl der Yorkshire Terrier schon lange als Gesellschafts- und Begleithund gezüchtet wird, kann er seine Wurzeln nicht leugnen. Ursprünglich wurde der Yorkshire Terrier nämlich zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt und hatte die Aufgabe, Ratten und Mäuse zu jagen. Noch heute kann mit dem Yorkshire Terrier zuweilen die Jagdlust durchgehen, weshalb eine effektive Hundeerziehung auch bei dieser kleinen Hunderasse ein großes Thema ist.

Die richtige Ausstattung für Yorkshire Terrier

Dass die Haltung eines Yorkshire Terriers mit einem gewissen Aufwand in Sachen Fellpflege einhergeht, bleibt nicht aus, schließlich erfordert das lange, seidige Fell besondere Aufmerksamkeit. Kämme, Bürsten und Pflegemittel sind für Halter eines Yorkshire Terriers daher ein absolutes Muss. Ob dazu auch die typische Haarspange gehört, liegt jedoch im Auge des Betrachters. Ein gemütliches Körbchen sollte jedenfalls ebenso wenig wie eine Leine sowie ein Halsband beziehungsweise Geschirr fehlen. Eine Tragetasche oder Hundebox ist ebenfalls Teil der Grundausstattung und schafft die Basis für einen sicheren Transport des geliebten Vierbeiners. An Näpfe und hochwertiges Hundefutter muss man selbstverständlich ebenfalls denken, schließlich kann auch ein Yorkshire nicht allein von Luft und Liebe leben. Der Futterverbrauch hält sich allerdings in Grenzen, so dass diesbezüglich keine allzu hohen monatlichen Kosten zu befürchten sind. Die Ersparnis kann dann beispielsweise zu einem kleinen finanziellen Polster für erforderliche Tierarztbesuche beitragen. Möglicherweise ist der Besuch einer Hundeschule oder die Mitgliedschaft in einem Hundesport-Verein ebenfalls eine Überlegung wert.

Yorkshire Terrier aus dem Tierheim adoptieren

Yorkshire Terrier sind zwar nicht die typischen Tierheimhunde, landen aber hin und wieder auch im Tierschutz. Der Tod des Halters, Schicksalsschläge, die eine weitere Haltung unmöglich machen, veränderte Lebensumstände, Überforderung, Desinteresse und weitere Gründe können dafür sorgen, dass ein Yorkshire Terrier sein Zuhause verliert. Für die sensiblen und menschenbezogenen Hunde ist dies ein traumatisches Erlebnis, das sie am besten in der Obhut neuer, liebevoller Halter überwinden können. Es muss ohnehin nicht immer ein Welpe vom Züchter sein, denn auch ein etwas älterer Yorkshire Terrier kann ein echter Traumhund sein und seinen Menschen viel Freude bereiten. All diejenigen, die den Tierschutzgedanken teilen und einem in Not geratenen Yorkshire Terrier eine Chance geben möchten, sollten in den Tierheimen der Region sowie bei den Tierschutzvereinen nach entsprechenden Vermittlungshunden Ausschau halten.

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