Zwergspitz aus dem Tierheim oder vom Züchter
Der Zwergspitz, auch Pomeranian genannt, ist die kleinste Variante des Deutschen Spitzes - ein wachsames Fellknäül mit fröhlichem, selbstbewusstem Wesen. Als Modehund gerät er oft in falsche Hände und landet im Tierheim, wenn Fellpflege, Bellfreude oder die gesundheitlichen Folgen von Extremzucht die Halter überfordern.
Im Tierschutz finden diese kleinen Persönlichkeiten Menschen, die sie als Hund und nicht als Accessoire sehen.
Charakter & Wesen
Der Zwergspitz ist ein munterer, aufgeweckter kleiner Hund, der eng an seine Menschen gebunden und dabei erstaunlich selbstbewusst ist. Als Spitz hat er einen ausgeprägten Wachtrieb und meldet zuverlässig - was leicht in übermäßiges Bellen kippen kann. Er ist lernfreudig und anhänglich und eignet sich dank seiner Anpassungsfähigkeit auch für Anfänger und Senioren, sofern sie ihn konsequent erziehen.
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Erscheinungsbild
Der Zwergspitz ist ein kleiner Spitz mit üppigem, abstehendem Fell, dichter Mähne um den Hals und buschigem, über dem Rücken getragenem Schwanz. Der keilförmige Kopf mit den kleinen Stehohren und dem dunklen Knopfaugen verleiht ihm den typischen fuchs- oder puppenhaften Ausdruck. Das Fell gibt es in vielen Farben, von Orange über Creme und Schwarz bis Schokobraun.
Wie alt wird ein Zwergspitz? Gesundheit & Lebenserwartung
Der Zwergspitz kann mit 12 bis 16 Jahren recht alt werden. Als Zwergrasse und teils überzüchteter Modehund bringt er einige typische Risiken mit:
- Patellaluxation: das Herausspringen der Kniescheibe ist bei kleinen Rassen häufig.
- Trachealkollaps: die empfindliche Luftröhre kann zu Husten führen - besser Geschirr statt Halsband nutzen.
- Zahnprobleme und Fellverlust (Alopezie X): Zahnstein sowie ein hormonell bedingter Haarausfall kommen in der Rasse vor.
Mit guter Zahnpflege, gesundem Gewicht und regelmäßiger Vorsorge bleibt der Zwergspitz meist lange munter.
Haltung & Pflege
Das üppige Fell ist der Hauptaufwand: Der Zwergspitz muss mehrmals pro Woche, im Fellwechsel täglich gebürstet werden, damit die Unterwolle nicht verfilzt. Rasieren sollte man ihn nicht, da das Fell danach oft nicht richtig nachwächst. Der Auslaufbedarf ist gering, kleine Spaziergänge und Spiele genügen. Wichtig ist, den ausgeprägten Wachtrieb früh in ruhige Bahnen zu lenken, damit das Bellen nicht überhandnimmt.
Zwergspitz mit Kindern und anderen Tieren
Der Zwergspitz ist ein verspielter Familienhund, der sich mit rücksichtsvollen, älteren Kindern gut versteht. Für sehr kleine Kinder ist er wegen seiner Zierlichkeit weniger geeignet und kann bei grobem Umgang verletzt werden. Anderen Hunden und Katzen begegnet er bei guter Sozialisierung meist unkompliziert, tritt aber selbstbewusst auf und sollte nicht zum Kläffer erzogen werden.
Für wen ist der Zwergspitz geeignet?
- Familientauglichbedingt
- Anfängertauglichgut
- Auslaufbedarfgering
- Pflegeaufwandhoch (Fell)
- Bellfreudehoch
- Wohnungshaltungideal
Kurz gesagt: Der Zwergspitz ist ein anpassungsfähiger kleiner Begleiter für Wohnung, Anfänger und Senioren - vorausgesetzt, man bringt Zeit für die Fellpflege mit und arbeitet früh am Bellverhalten.
Spricht für den Zwergspitz
- anpassungsfähig und wohnungstauglich
- anhänglich und lernfreudig
- geringer Auslaufbedarf
- gut für Anfänger und Senioren geeignet
Sollte man bedenken
- aufwendige, regelmäßige Fellpflege
- ausgeprägte Neigung zum Bellen
- empfindliche Knie und Luftröhre
- Risiko gesundheitlicher Extremzucht ("Teddy-Typ")
Was kostet ein Zwergspitz?
Zur Anschaffung kommen laufende Kosten für Futter, Fellpflege, Tierarzt und Steuer. Modische Farbschläge treiben den Züchterpreis zusätzlich in die Höhe.
| Herkunft | Kosten | Inklusive |
|---|---|---|
| Tierheim / Tierschutz | ca. 250-400 Euro Schutzgebühr | meist kastriert, geimpft, gechippt und entwurmt |
| Welpe vom Züchter | ca. 1.500-3.000 Euro | auf seriöse, gesundheitsorientierte Zucht ohne Extremmerkmale achten |
Tipp aus der Redaktion
Achte bei der Herkunft auf einen normal proportionierten Kopf und offene Nasenlöcher. Extrem kurzköpfige "Teddy-" oder "Boo-Typen" sind oft gesundheitlich belastet - ein gesunder Zwergspitz sieht fuchsartig aus, nicht wie ein Plüschtier.
Einen Zwergspitz aus dem Tierheim adoptieren
Auch beliebte Modehunde wie der Zwergspitz suchen im Tierschutz ein Zuhause. Wer Zeit für Fellpflege und Erziehung mitbringt, findet in ihm einen fröhlichen, treuen Begleiter.
Tierheim in der Nähe findenHäufige Fragen zum Zwergspitz
Ein Zwergspitz wird häufig 12 bis 16 Jahre alt und zählt zu den langlebigen kleinen Rassen. Gute Zahn- und Gewichtskontrolle sowie regelmäßige Vorsorge unterstützen ein hohes Alter.
Der Zwergspitz erreicht etwa 18 bis 22 cm Schulterhöhe und wiegt rund 1,5 bis 3 kg. Er ist damit einer der kleinsten Spitze.
Aus dem Tierheim fällt meist eine Schutzgebühr von etwa 250 bis 400 Euro an (kastriert, geimpft, gechippt). Ein Welpe vom Züchter kostet je nach Farbschlag rund 1.500 bis 3.000 Euro.
Der Zwergspitz sollte mehrmals pro Woche gebürstet werden, im Fellwechsel täglich. So verfilzt die dichte Unterwolle nicht. Rasieren sollte man ihn nicht, weil das Fell danach oft schlecht nachwächst.
Als Spitz hat der Zwergspitz einen starken Wachtrieb und meldet Geräusche und Besucher zuverlässig. Ohne konsequente Erziehung kann daraus schnell übermäßiges Kläffen werden, das sich aber mit Training gut steuern lässt.
Alle Hunderassen im Überblick
Einen Zwergspitz aus dem Tierheim adoptieren
Auch reinrassige Tiere wie der Zwergspitz landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Zwergspitz zu Ihrem Alltag passt.
Tierheime und Tierschutzvereine mit Vermittlungstieren - nach Bundesland und Ort.