Shiba Inu aus dem Tierheim oder vom Züchter
Der Shiba Inu ist ein kleiner, ursprunglicher Spitz aus Japan, der mit seinem fuchsartigen Aussehen, seiner Unabhängigkeit und seinem fast katzenhaften Wesen viele Menschen fasziniert. Ins Tierheim kommt er häufig, weil Halter seinen ausgeprägten Eigensinn, den Jagdtrieb und die Grenzen seiner Erziehbarkeit unterschätzt haben.
Ein Shiba aus dem Tierschutz sucht Menschen, die seine Eigenständigkeit respektieren und mit Humor und Geduld führen.
Charakter & Wesen
Der Shiba Inu ist selbstbewusst, unabhängig und eigensinnig und wird oft mit einer Katze verglichen. Er ist reinlich, zurückhaltend gegenüber Fremden und seiner Familie treu ergeben, ohne dabei aufdringlich zu sein. Er entscheidet gerne selbst, ob er ein Kommando ausführt, weshalb blinder Gehorsam nicht zu erwarten ist. Wer seine Eigenart akzeptiert und ihn mit Geduld, Konsequenz und positiver Motivation führt, bekommt einen charmanten, ursprunglichen Begleiter.
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Erscheinungsbild
Der Shiba Inu ist ein kompakter, gut proportionierter Spitz mit keilförmigem Kopf, kleinen aufrechten Ohren und einer buschig eingerollten Rute. Sein Ausdruck wirkt aufmerksam und fuchsartig. Das Stockhaar besteht aus einem geraden Deckhaar und dichter Unterwolle und zeigt sich in Rot, Sesam oder Schwarz-Loh, stets mit dem typischen hellen Urajiro an Wangen, Brust und Bauch. Trotz seiner geringen Größe strahlt er Kraft und Würde aus.
Wie alt wird ein Shiba Inu? Gesundheit & Lebenserwartung
Der Shiba Inu ist eine robuste, langlebige Rasse und wird im Schnitt 12 bis 15 Jahre alt. Dennoch gibt es einige rassetypische Themen.
- Patellaluxation: das Herausspringen der Kniescheibe kommt bei kleinen Rassen vor.
- Allergien und Atopie: Shibas neigen zu Hautproblemen und Juckreiz.
- Augen: Erkrankungen wie Glaukom oder progressive Retinaatrophie treten gelegentlich auf.
Gesunde Elterntiere, gute Hautpflege und regelmäßige Kontrolle von Knie und Augen halten den Shiba lange fit.
Haltung & Pflege
Der Shiba braucht täglich ausreichend Bewegung und ist wegen seines Jagdtriebs meist auf gesicherte Ausläufe oder die Leine angewiesen, denn ein verlässlicher Rückruf ist schwer zu erreichen. Er kann in der Wohnung leben, ist reinlich und bellt wenig, meldet sich aber mit dem charakteristischen Shiba-Schrei, wenn ihm etwas nicht passt. Das Stockhaar ist pflegeleicht, verliert jedoch zweimal jährlich im Fellwechsel sehr stark Haare und muss dann täglich gebürstet werden.
Shiba Inu mit Kindern und anderen Tieren
Der Shiba ist kein ausgesprochener Schmusehund und mag es nicht, bedrängt zu werden, weshalb er sich eher für Familien mit älteren, ruhigen Kindern eignet, die seine Grenzen respektieren. Gegenüber anderen Hunden, besonders gleichgeschlechtlichen, kann er dominant sein, und sein Jagdtrieb macht das Zusammenleben mit Kleintieren oder Katzen ohne frühe Gewöhnung schwierig.
Für wen ist der Shiba Inu geeignet?
- Familientauglichbedingt
- Anfängertauglichgering
- Auslaufbedarfmittel
- Pflegeaufwandmittel
- Eigensinnhoch
- Wohnungshaltunggut möglich
Kurz gesagt: Der Shiba Inu passt zu geduldigen, souveränen Menschen, die keinen unterwürfigen Hund erwarten, sondern die Eigenständigkeit eines ursprunglichen Spitzes schätzen.
Spricht für den Shiba Inu
- kompakt, sauber und reinlich
- bellt wenig und wirkt würdevoll
- robust und langlebig
- eigenständiger, charmanter Charakter
Sollte man bedenken
- eigensinnig, schwer abrufbar
- ausgeprägter Jagdtrieb
- starker Fellwechsel zweimal im Jahr
- kein typischer Schmuse- oder Anfängerhund
Was kostet ein Shiba Inu?
Die Anschaffungskosten unterscheiden sich je nach Herkunft. Aus dem Tierschutz zahlt man eine Schutzgebühr, ein Welpe vom Züchter ist deutlich teurer.
| Herkunft | Kosten | Inklusive |
|---|---|---|
| Tierheim / Tierschutz | ca. 250-450 Euro Schutzgebühr | meist kastriert, geimpft, gechippt |
| Welpe vom Züchter | ca. 1.500-2.500 Euro | seriose Zucht mit Gesundheitstests und Papieren |
Tipp aus der Redaktion
Übe den Rückruf beim Shiba von klein auf spielerisch und mit hochwertigen Belohnungen, verlass dich aber in reizvoller Umgebung lieber auf eine Schleppleine. Der eigenständige Jäger im Shiba lässt sich selten zu hundertprozentigem Gehorsam überreden, und das solltest du von Anfang an einplanen.
Einen Shiba Inu aus dem Tierheim adoptieren
Auch Shiba Inu und ihre Mischlinge landen immer wieder im Tierschutz, wenn ihr Eigensinn überfordert. Wer diesen besonderen Charakter zu schätzen weiß, findet hier den passenden Ansprechpartner.
Tierheim in der Nähe findenHäufige Fragen zum Shiba Inu
Der Shiba Inu ist eine robuste und langlebige Rasse, die im Durchschnitt 12 bis 15 Jahre alt wird. Bei guter Pflege und gesunder Zuchtauswahl erreichen einzelne Hunde auch ein höheres Alter.
Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 38 bis 41 cm und wiegen rund 10 Kilogramm, Hündinnen sind mit 35 bis 38 cm und etwa 8 Kilogramm etwas kleiner. Der Shiba zählt damit zu den kleinen bis mittelgroßen Hunden.
Aus dem Tierheim liegt die Schutzgebühr meist zwischen 250 und 450 Euro inklusive Impfung, Chip und oft Kastration. Ein Welpe vom seriosen Züchter kostet in der Regel 1.500 bis 2.500 Euro.
Der Shiba Inu ist sehr eigenständig und entscheidet oft selbst, ob er einem Kommando folgt, weshalb er als schwer erziehbar gilt. Mit Geduld, Konsequenz und positiver Motivation lässt er sich führen, blinder Gehorsam ist von dieser Rasse aber nicht zu erwarten.
Im Alltag ist das Stockhaar des Shiba pflegeleicht, zweimal im Jahr im Fellwechsel verliert er jedoch sehr viel Unterwolle. In dieser Zeit sollte er täglich gebürstet werden, um die losen Haare zu entfernen.
Alle Hunderassen im Überblick
Einen Shiba Inu aus dem Tierheim adoptieren
Auch reinrassige Tiere wie der Shiba Inu landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Shiba Inu zu Ihrem Alltag passt.
Tierheime und Tierschutzvereine mit Vermittlungstieren - nach Bundesland und Ort.