Australian Shepherd aus dem Tierheim

Der Australian Shepherd ist ein klassischer Vertreter der Hütehunde und gehört dementsprechend der FCI-Klasse 1 an. Seit dem Jahr 1996 wird die Rasse von der Federation Cynologique Internationale anerkannt. Anders als der Name vermuten lässt, stammt der Australian Shepherd allerdings nicht vom australischen Kontinent, sondern stellt einen amerikanischen Rassehund dar. Die Zucht des Australian Shepherds hat demnach in den USA ihren Ursprung, wo Mitte der 1950er-Jahre das erste Zuchtbuch der Rasse eröffnet wurde.

Das äußere Erscheinungsbild des Australian Shepherds

Der Australian Shepherd ist ein mittelgroßer Hund mit einer Widerristhöhe von 45 bis 58 cm nach Rassestandard. Allerdings gibt es auch noch den Mini Aussie, der zwischen 35 und 45 cm groß ist. Hinsichtlich der Farbschläge ist nahezu alles möglich, so dass sich Australian Shepherds in ihrem äußerlichen Erscheinungsbild mehr oder weniger stark unterscheiden können. Das Fell weist stets eine mittlere Länge auf, wobei sich der erforderliche Pflegeaufwand in Grenzen hält. Eine Besonderheit dieser Rasse besteht darin, dass auch blaue Augen möglich sind.

Das Wesen des Australian Shepherds

Australian Shepherds sind für ihr aktives Temperament bekannt und können ihre Hütehund-Eigenschaften in keiner Weise leugnen. Diese Hunde wurden für die Hütearbeit gezüchtet und tragen daher einen ausgeprägten Hütetrieb in sich. Nichtsdestotrotz handelt es sich dabei nicht um eine Hunderasse für Schäfer. Allerdings sollten die Halter aktiv und sportlich sein und ihren Hund adäquat auslasten. Die Intelligenz und der Arbeitswille des Australian Shepherds erfordern gleichermaßen physische und geistige Beschäftigung. Einfache Spaziergänge um den Block reichen dem Australian Shepherd somit in keiner Weise aus und werden ihm nicht gerecht. Dank seiner Anpassungsfähigkeit ist er jedoch für unterschiedlichste Dinge zu haben. Im Hundesport, bei der Fährtenarbeit, im Rettungsdienst oder auch als Therapiehunde können Australian Shepherds ihre Erfüllung finden. In sämtlichen Bereichen macht sich der enorme Arbeitseifer bemerkbar.

Die richtige Ausstattung für den Australian Shepherd

Wer sich einen Australian Shepherd ins Haus holt, sollte sich vorab nicht nur eingehend mit der Rasse befassen, sondern auch an die richtige Ausstattung denken. Ist der Vierbeiner erst einmal eingezogen, sollte man nicht erst noch den örtlichen Zoofachhandel aufsuchen müssen, um das Nötigste zu besorgen. Dementsprechend sollte man sich vorab um Näpfe, Hundefutter, Leine, Halsband beziehungsweise Geschirr und eine Transportbox kümmern. Spielzeug darf ebenfalls auf keinen Fall fehlen, schließlich sind Aussies sehr aktive Hunde, die adäquat ausgelastet werden wollen. Zugleich sollte man als Halter darauf achten, sich keinen Balljunkie heranzuziehen. Mitunter ist der Besuch einer Hundeschule beziehungsweise aktiver Hundesport wie Agilty, Dogfrisbee oder Obedience eine Option.

Bei einem Australian Shepherd ist es ohne Frage von großer Bedeutung, für ausreichend Beschäftigung zu sorgen. Gleichzeitig muss der Hund aber auch lernen, zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Ansonsten hat man ein Energiebündel Zuhause, das ständig unter Strom steht. Ein Körbchen beziehungsweise Hundebett ist folglich ein absolutes Muss und sollte der Ort sein, an dem der Hund ruhig liegt und relaxt. Nur so hat man einen ausgeglichenen und alltagstauglichen Hund, an dem man viel Freude haben kann.

Australian Shepherd aus dem Tierheim adoptieren

Die Hunderasse Australian Shepherd erfreut sich seit geraumer Zeit großer Beliebtheit, so dass Züchter dieser Hunderasse einen großen Zulauf verzeichnen. Die Welpen sind in der Regel rasch vergeben und kommen so zu neuen Besitzern, die sich nichts sehnlicher als einen solchen Hund wünschen. Schicksalsschläge, Überforderung oder gravierende Probleme sorgen allerdings immer wieder dafür, dass Australian Shepherds ihr Zuhause verlieren. Wenn der Mensch, dem Hund nicht gerecht werden kann und dieser permanent unterfordert ist, stellen sich oftmals Verhaltensauffälligkeiten ein. Auch eine schwere Erkrankung oder der Tod des Besitzers kann dafür verantwortlich sein, dass die Partnerschaft zwischen Mensch und Hund nicht ein Hundeleben lang hält. Tierschutzvereine und Tierheime nehmen solche Hunde dann auf und widmen sich aufopferungsvoll der Vermittlung. Wer sich dessen bewusst ist, was es bedeutet, einen aktiven Hütehund wie den Australian Shepherd zu halten, sollte auch einem Hund aus dem Tierschutz eine Chance geben und zumindest darüber nachdenken, einen Australian Shepherd aus dem Tierheim zu adoptieren. Hier besteht nicht nur die Möglichkeit, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, sondern auch, das Tier erst einmal kennenzulernen und sich im Zuge einiger Spaziergänge anzunähern. Dabei kann man rasch feststellen, ob die Chemie stimmt.

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