Chihuahua aus dem Tierheim

Der Chihuahua verdankt seinen Namen der mexikanischen Provinz Chihuahua, aus der er stammt. Noch heute existieren dort wild lebende Kleinhunde, die mit dem heutigen Rassehund Chihuahua verwandt sind. Die genaue Herkunft der Hunderasse liegt allerdings im Dunkeln, wobei unter anderem vermutet wird, dass die heutigen Chihuahuas von den einstigen Opferhunden des alten Mexikos abstammen. Ob dies zutreffend ist, lässt sich heute allerdings nicht mehr mit absoluter Sicherheit sagen. Fest steht aber, dass der Chihuahua eine der bekanntesten Hunderassen weltweit ist und unter anderem von der FCI anerkannt wird. Hier wird der Chihuahua der FCI-Gruppe 9 der Gesellschafts- und Begleithunde zugeordnet. Dementsprechend werden Chihuahuas als Begleithunde angeschafft und sollen in erster Linie ihre Besitzer erfreuen.

Das äußere Erscheinungsbild des Chihuahuas

Als kleinster Rassehund der Welt bringt der Chihuahua lediglich zwei bis drei Kilogramm auf die Waage und misst eine Schulterhöhe von nur 15 bis 23 cm. Chihuahuas sind somit echte Winzlinge unter den Hunden. Ihr Fell kann in den unterschiedlichsten Farben vorkommen und kurz oder auch lang sein. Hier existieren folglich verschiedene Typen, die gemeinsam die Hunderasse Chihuahua bilden. Der kompakte Körper soll dabei muskulös und länger als hoch sein. Um vollkommen dem Kindchenschema zu entsprechen, wurde in der Chihuahua-Zucht vielfach auf kurze Schnauzen und große Augen gesetzt, was aber nicht selten zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Aus diesem Grund ist auch bei Zwergrassen wie dem Chihuahua auf ausgewogene Proportionen zu achten. Aus diesem Grund sollten Hundefreunde auch von sogenannten Teacup-Chihahuas, die mitunter nicht einmal ein Kilogramm wiegen, Abstand nehmen, um keine falsche Zucht zu unterstützen.

Das Wesen des Chihuahuas

Der Chihuahua fristet mitunter ein Dasein als Handtaschenhund und wird vollkommen unterschätzt, denn trotz seiner geringen Größe ist der Chihuahua ein echter Hund, der auch so behandelt werden möchte. Im dichten Gedränge oder bei langen Strecken kann es zwar durchaus sinnvoll sein, das Tier hochzunehmen, doch im Allgemeinen sollte es laufen können. Chihuahuas gelten ohnehin als sehr lebhafte und teilweise sogar rastlose Hunde, für die somit eine körperliche Auslastung essentiell ist. Werden sie aber nur als Accessoires in der Tasche oder auf dem Arm herumgetragen, können sie kaum ein artgerechtes Hundeleben führen. Zudem ist auf eine frühe und umfassende Sozialisierung zu achten, denn Chihuahuas sind äußerst mutige Hunde, die zu Selbstüberschätzung neigen und auch vor einer Konfrontation mit deutlich größeren Artgenossen nicht zurückschrecken. Auch ihre allgemeine Bellfreudigkeit bedarf einer gewissen Erziehung. Ansonsten sind Chihuahuas aber sehr liebenswürdige und menschenbezogene Hunde, die selbst in der kleinsten Stadtwohnung ausreichend Platz zur freien Entfaltung finden.

Die richtige Ausstattung für Chihuahuas

Viele Menschen denken bei der richtigen Ausstattung für einen Chihuahua zunächst an eine entsprechende Hundetasche sowie mitunter eine Hundetoilette. Zuweilen können solche Anschaffungen zwar durchaus sinnvoll sein, doch in erster Linie ist auch ein Chihuahua ein ganz normaler Hund, der gerne spazieren geht und von der damit verbundenen Abwechslung profitiert. Leine und Halsband beziehungsweise Geschirr sind somit absolut unverzichtbar, denn selbst der gehorsamste Chihuahua kann nicht immer frei laufen und muss hin und wieder angeleint werden. Näpfe, hochwertiges Hundefutter sowie gegebenenfalls eine Transportbox sollten in einem Hundehaushalt ebenso wie passendes Spielzeug nicht fehlen. Ein Hundebett, das nicht allzu groß sein muss, sollte dem Chihuahua ebenfalls zur Verfügung stehen.

Chihuahuas aus dem Tierheim adoptieren

Die meisten Menschen, die sich für einen Chihuahua entscheiden, wenden sich an einen Züchter dieser Hunderasse und kaufen somit einen kleinen Welpen. Zuweilen sollte man aber auch darüber nachdenken, einem Hund aus dem Tierschutz eine Chance zu geben. Im Tierheim suchen längst nicht nur große Mischlinge, sondern unter anderem auch immer wieder Chihuahuas ein neues Zuhause. Es kommt leider immer wieder vor, dass diese Tiere vollkommen unterschätzt werden und die Besitzer überfordert oder einfach nicht mehr an dem Hund interessiert sind. So mancher Chihuahua landet aber auch im Tierheim, weil sein Besitzer schwer erkrankt oder verstorben ist. Unterschiedlichste Umstände können dafür sorgen, dass Chihuahuas in Not geraten. Dann sind sie auf echte Hundefreunde angewiesen, für die es nicht zwingend ein Welpe vom Züchter sein muss, obgleich auch junge Hunde immer wieder in den Tierheimen landen.

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