Havaneser aus dem Tierheim oder vom Züchter

Der Havaneser ist ein kleiner, fröhlicher Begleithund aus der Familie der Bichons, der mit seinem seidigen Fell und seinem anhänglichen Wesen begeistert. Weil sein aufwendiges Fell und sein Bedürfnis nach ständiger Gesellschaft unterschätzt werden, kann auch dieser charmante Hund im Tierheim landen, wenn sich Lebensumstände ändern.

Im Tierschutz warten Havaneser und ähnliche Bichons auf Menschen, die viel Zeit und liebevolle Zuwendung mitbringen.

Charakter & Wesen

Der Havaneser ist ein aufgeweckter, fröhlicher und ausgesprochen menschenbezogener kleiner Hund. Er hängt eng an seiner Familie, ist verschmust und möchte am liebsten überall dabei sein. Zugleich ist er intelligent, lernfreudig und leicht zu motivieren, was ihn zu einem dankbaren Anfänger- und Familienhund macht. Fremden gegenüber ist er meist freundlich und aufgeschlossen, ohne aggressiv zu sein; ohne Erziehung kann er allerdings zur Bellfreude neigen.

fröhlich anhänglich menschenbezogen verspielt lernfreudig aufmerksam freundlich verschmust

Erscheinungsbild

Der Havaneser ist ein kleiner, leicht gestreckt gebauter Hund mit langem, seidigem und leicht welligem Fell, das ihn üppig umhüllt. Anders als viele kleine Rassen wird sein Fell nicht getrimmt, sondern lang belassen. Erlaubt sind viele Farben, von reinweiß über falbfarben, havannabraun und tabak bis schwarz, auch gescheckt. Die dunklen, ausdrucksvollen Augen und die hängenden, befederten Ohren geben ihm einen freundlichen, aufmerksamen Ausdruck.

Wie alt wird ein Havaneser? Gesundheit & Lebenserwartung

Ein Havaneser wird mit durchschnittlich 13 bis 15 Jahren recht alt und gilt als vergleichsweise robuste kleine Rasse. Einige Anlagen sollten in der Zucht dennoch beachtet werden.

  • Patellaluxation: das Herausspringen der Kniescheibe kommt bei kleinen Rassen häufiger vor.
  • Augen: Erkrankungen wie grauer Star (Katarakt) und PRA können auftreten.
  • Zähne: kleine Rassen neigen zu Zahnstein und Zahnproblemen, daher ist Zahnpflege wichtig.

Zuchtauswahl mit Augen- und Patellauntersuchung, regelmäßige Zahnpflege und Vorsorge halten den Havaneser lange fit.

Haltung & Pflege

Der Havaneser ist genügsam beim Auslauf und mit mehreren kurzen Spaziergängen und Spiel zufrieden - ideal für die Wohnung und auch für Senioren. Anspruchsvoll ist dagegen die Fellpflege: Das lange Seidenhaar muss täglich gebürstet und gekämmt werden, sonst verfilzt es rasch. Wer das nicht leisten möchte, kann das Fell auch scheren lassen. Wichtig ist ihm vor allem Nähe: Als Gesellschaftshund gehört er mitten ins Familienleben und bleibt ungern lange allein.

Havaneser mit Kindern und anderen Tieren

Der Havaneser ist ein verträglicher, geduldiger kleiner Hund, der sich mit Kindern in der Regel gut versteht und gern mit ihnen spielt. Auch mit anderen Hunden und Katzen kommt er meist problemlos aus, da er kaum Jagd- oder Aggressionsverhalten zeigt. Wegen seiner geringen Größe sollte der Umgang mit sehr kleinen Kindern behutsam begleitet werden.

Für wen ist der Havaneser geeignet?

  • Familientauglichhoch
  • Anfängertauglichgut geeignet
  • Platzbedarfgering
  • Pflegeaufwandhoch
  • Bewegungsdranggering
  • Wohnungshaltungideal

Kurz gesagt: Der Havaneser passt zu Menschen, die einen anhänglichen, pflegeintensiven Begleithund suchen und viel Zeit mit ihm verbringen - auch für Anfänger und Senioren ist er gut geeignet.

Spricht für den Havaneser

  • Fröhlich, anhänglich und sehr menschenbezogen
  • Ideal für Wohnung und Senioren
  • Haart kaum und ist für Allergiker oft geeignet
  • Lernfreudig und verträglich mit Kindern und Tieren

Sollte man bedenken

  • Aufwendige Fellpflege mit täglichem Bürsten
  • Neigt ohne Erziehung zu Bellfreude
  • Bleibt ungern lange allein
  • Regelmäßige Zahnpflege ist wichtig

Was kostet ein Havaneser?

Zum Kaufpreis kommen laufende Kosten für Futter, Fellpflege, Tierarzt und Versicherung. Die einmaligen Anschaffungskosten unterscheiden sich je nach Herkunft.

Anschaffung im Vergleich
HerkunftKostenInklusive
Tierheim / Tierschutzca. 250-400 Euro Schutzgebührmeist kastriert, geimpft, gechippt und entwurmt
Welpe vom Züchterca. 1500-2200 Euronur bei seriöser Zucht mit Augen- und Patellauntersuchung der Elterntiere

Tipp aus der Redaktion

Gewöhne den Havaneser früh und positiv an Bürste und Kamm, damit die tägliche Fellpflege ein Leben lang stressfrei bleibt - so verhinderst du schmerzhaftes Verfilzen.

Einen Havaneser aus dem Tierheim adoptieren

Auch Havaneser und Bichon-Mischlinge suchen über den Tierschutz ein neues Zuhause. Wenn du einen anhänglichen, fröhlichen Begleiter suchst und Zeit für Nähe und Fellpflege hast, findest du hier ein Tierheim in deiner Nähe.

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Häufige Fragen zum Havaneser

Wie alt wird ein Havaneser?

Ein Havaneser wird mit durchschnittlich 13 bis 15 Jahren recht alt. Als vergleichsweise robuste kleine Rasse erreicht er bei guter Pflege oft ein hohes Alter.

Wie groß und schwer wird ein Havaneser?

Der Havaneser wird etwa 23 bis 27 cm groß und wiegt rund 3 bis 6 kg. Er gehört damit zu den kleinen Hunderassen.

Was kostet ein Havaneser?

Aus dem Tierheim fällt meist eine Schutzgebühr von etwa 250 bis 400 Euro an. Ein Welpe aus seriöser Zucht kostet rund 1500 bis 2200 Euro.

Ist der Havaneser für Allergiker geeignet?

Der Havaneser haart kaum und verliert wenig Haar, weshalb er von vielen Allergikern besser vertragen wird. Eine Garantie gibt es aber nicht; ein Probekontakt vor der Anschaffung ist ratsam.

Wie viel Pflege braucht ein Havaneser?

Sein langes Seidenfell muss täglich gebürstet und gekämmt werden, sonst verfilzt es. Alternativ kann das Fell geschoren werden, um den Aufwand zu verringern.

Einen Havaneser aus dem Tierheim adoptieren

Auch reinrassige Tiere wie der Havaneser landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Havaneser zu Ihrem Alltag passt.

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Redaktionell geprüft von der Tierheim.com-Redaktion · Aktualisiert: September 2026

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