Beagle aus dem Tierheim

Traurige Bekanntheit erlangte der Beagle als Laborhund, als der er leider auch heute noch oftmals herhalten muss. Unterschiedlichste Tierversuche werden an Vertretern dieser Hunderasse durchgeführt, die dazu vor allem aufgrund ihrer ausgeprägten Menschenfreundlichkeit anderen Hunderassen vorgezogen wird. Der Beagle ist allerdings in erster Linie für viele Menschen ein perfektes Haustier. Ursprünglich wurde der Beagle jedoch zur Jagd gezüchtet und vor allem im britischen Raum als Meutehund für die Treibjagd auf Wildkaninchen und Feldhasen gezüchtet. Der Ursprung des Beagles wird dahingegen eher in Frankreich, genauer der Normandie, verortet und auf das 9. Jahrhundert datiert. Im Zuge des Hundertjährigen Krieges sollen Engländer dann in Frankreich auf eine ihnen bis dato fremde Hunderasse gestoßen sein, die ihr Interesse weckte. So gelangten die Vorfahren des Beagles nach England, wo dann die Hunderasse Beagle dank gezielter Züchtungen entstand.

Die Historie einer Hunderasse erscheint auf den ersten Blick nicht allzu relevant, wenn es darum geht, sich heute einen Hund anzuschaffen. Bei der Auswahl der richtigen Hunderasse kann es aber von großem Nutzen sein, die geschichtliche Entwicklung zu erkennen. Dass der Beagle eine große Jagdpassion an den Tag legt und zugleich durch Freundlichkeit besticht, verdankt er schließlich seinem Erbe als Meutehund. Heute ist der Beagle eine vom FCI anerkannte britische Hunderasse, die innerhalb der Systematik den Laufhunden zugeordnet wird.

Das äußere Erscheinungsbild des Beagles

Der Beagle ist dem allgemeinen Rassestandard ein kompakter und robuster Hund. Mit einer Widerristhöhe von 33 bis 40 cm und einem Gewicht von bis zu 18 kg gilt der Beagle als kleiner Laufhund. Das kurze Fell präsentiert schwarze und braune Platten und Tupfen auf weißem Grund. Hier sind verschiedene Farbvarianten möglich, wobei Beagles stets zwei- oder dreifarbig sind.

Das Wesen des Beagles

Auf der Suche nach der idealen Hunderasse spielt die Optik ohne Frage eine wichtige Rolle, doch weitaus wichtiger sind die inneren Werte. Das Wesen entscheidet darüber, ob der Beagle der richtige Hund für eine Familie ist oder nicht. Obgleich der Beagle als Jagdhund gezüchtet wurde und viele Menschen durchaus über einen Jagdschein verfügen, wird der Beagle hierzulande kaum jagdlich geführt. In den meisten Fällen ist der Beagle Familienhund und besticht hier mit seiner liebenswürdigen und fröhlichen Art. Aggressionen waren seit jeher unerwünscht, so dass dementsprechend auffällige Tiere aus der Zucht genommen wurden. Dies hat zu der ausgeprägten Freundlichkeit geführt, die dem Beagle zu Eigen ist. Diese positive Wesensart wurde vielen Hunden dieser Rasse aber schon zum Verhängnis, denn keine andere Hunderasse wird so häufig in der wissenschaftlichen Forschung eingesetzt.

Ängstlichkeit und Aggressionen sind dem Beagle typischerweise fremd, was ihn zu einem ausgezeichneten Familienhund macht. Dabei darf man allerdings den Jagdtrieb und den hohen Bewegungsdrang nicht außer Acht lassen. Wer dem Tier in diesen Punkten gerecht werden kann, sollte zudem wissen, dass der Beagle nicht nur als sehr verfressen gilt, sondern als einstiger Meutehund auch sehr sozial ist. Das Alleinsein bereitet ihm daher große Probleme, weshalb er stets von vertrauten Menschen oder zumindest anderen Hunden umgeben sein sollte.

Die richtige Ausstattung für Beagle

Der Beagle stellt an seine Halter gewisse Ansprüche, um ein glückliches Hundeleben führen zu können. Hinsichtlich der Ausstattung gibt es dahingegen keine großartigen Besonderheiten. Wie jeder andere Hund auch benötigt der Beagle ein Halsband beziehungsweise Geschirr sowie eine Leine. Näpfe, Hundedecken und ein Körbchen dürfen ebenfalls nicht fehlen. Der unbändigen Lebensfreude und dem ausgeprägten Bewegungsdrang kann man mit passendem Spielzeug begegnen. Mitunter hat der Beagle Freude an Ballspielen oder findet seine Erfüllung im Apportieren. Beim Training mit einem Dummy-Beutel kann man stets die Fresslust des Hundes ansprechen und diesen so immer wieder aufs Neue motivieren. Hochwertiges Futter sollte hier eine Selbstverständlichkeit sein. Mantrailing kann ebenfalls eine wunderbare Möglichkeit sein, Beagle zu beschäftigen und auszulasten.

Der Beagle gilt zwar als robuste Hunderasse, trotzdem kann es aber zuweilen passieren, dass er einmal krank wird. Für den Transport im Auto ist dann ein spezieller Gurt oder eine Hundebox empfehlenswert. Wer seinen Vierbeiner auch auf Reisen mitnehmen möchte, sollte ohnehin über die Anschaffung einer flugtauglichen Hundetransportbox nachdenken.

Beagle aus dem Tierheim adoptieren

Vertreter der Hunderasse Beagle lieben ihre Menschen mit jeder Faser ihres Körpers und sehnen sich stets danach, mit ihnen zusammen zu sein. Landet ein solcher Hund im Tierheim, ist die Situation somit besonders grausam für ihn. All diejenigen, die den Entschluss fassen, einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren und nach einem freundlichen und lebhaften Exemplar suchen, sollten unbedingt an den Beagle denken. Vereinzelte Tierschutzvereine kooperieren zudem mit Laboren, in denen Tierversuche durchgeführt werden, und vermitteln so immer wieder sogenannte Laborbeagles. Hundefreunde, die sich für einen Beagle interessieren, sollten folglich darüber nachdenken, den Tierschutz aktiv zu unterstützen und einem Beagle aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu schenken.

  1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 5 Sterne 5 Sterne
 Bewertung dieser Seite: von 5 ( Bewertungen)