Golden Retriever aus dem Tierheim

Wenn es um einen mittelgroßen bis großen Familienhund geht, denken viele Menschen zuerst an den Golden Retriever. Der durch die FCI anerkannte britische Rassehund fällt in die Kategorie der Apportierhunde und wurde ursprünglich zur Jagd gezüchtet. Seine Aufgabe bestand darin, das vom Jäger erlegte Feder- oder Niederwild zu finden und zu bringen. Der Apportierwille liegt dem Golden Retriever somit gewissermaßen in den Genen und war das zentrale Ziel der Zucht, die ab Ende des 19. Jahrhunderts betrieben wurde. Dank sorgfältiger Zuchtbücher kann man noch heute die Ursprünge des Golden Retrievers nachverfolgen und weiß, dass die Verpaarung eines gelben Retrieverrüden namens Nous mit einer Tweed Water Spaniel-Hündin namens Belle durch Dudley Marjoribanks, dem ersten Baron Tweedmouth, die Zucht des Golden Retrievers begründete.

Das äußere Erscheinungsbild des Golden Retrievers

Kennzeichnend für den Golden Retriever ist seit jeher sein welliges oder glattes Fell, das in den Farben Creme oder Gold vorkommen kann. Auch eine wetterfeste Unterwolle ist vorhanden und macht den Golden Retriever zu einem treuen Begleiter in Wald und Flur. Der ausdrucksstarke Kopf und der harmonische Körper des mittelgroßen Hundes sind ebenfalls hervorzuheben. Die Widerristhöhe kann bis zu 61 cm betragen, so dass ein Goldie, wie der Golden Retriever zuweilen liebevoll genannt wird, ein durchaus stattlicher Begleiter ist. Muskulös und kräftig sollte er zudem sein.

Das Wesen des Golden Retrievers

Ein zentrales Merkmal des Golden Retrievers ist sein unvergleichliches Wesen, das ihn zu einem der beliebtesten Hunde weltweit macht. Insbesondere der sogenannte „will to please“, der im Deutschen als Willen zum Gehorsam übersetzt werden kann, machen ihn zu einem leichtführigen und menschenbezogenen Hund, der es seinem Herrchen beziehungsweise Frauchen stets recht machen möchte und so eine hohe Kooperationsbereitschaft zeigt. Darüber hinaus gilt der Golden Retriever als intelligent und hat ein fröhliches Gemüt. Dass diese Hunde besonders zutraulich, freundlich und liebenswert sind, steht somit außer Frage. Als Wach- oder Schutzhunde sind sie somit gänzlich ungeeignet. Somit präsentiert die Rassebeschreibung den Golden Retriever als rundum perfekten Familienhund. Allerdings darf man nie vergessen, dass jeder Hund ein Individuum ist. Darüber hinaus handelt es sich dabei um einen arbeitswilligen Hund, der für die Jagd gezüchtet wurde. Diesen Anlagen muss man als Halter gerecht werden und folglich für körperliche und geistige Auslastung sorgen. Aufgrund der allgemeinen Freude am Apportieren des Golden Retrievers kann Dummy-Arbeit hierbei eine vielversprechende Option und für Mensch und Tier erfüllende Beschäftigung sein.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass selbst ein Golden Retriever nicht als kinderlieber und bestens erzogener Familienhund zur Welt kommt. Eine gute Sozialisierung sowie angemessene Erziehung sind somit absolut unverzichtbar. Dann bringt der Goldie beste Voraussetzungen für ein glückliches Zusammenleben in der Familie mit.

Die richtige Ausstattung für den Golden Retriever

Unabhängig davon, ob man sich einen Welpen vom Züchter holt, einem Tierheimhund eine zweite Chance gibt oder einen Hund von privat übernimmt, sollte man sich adäquat vorbereiten. So schadet es nicht, sich vorab ein wenig mit dem Thema Hundeerziehung zu befassen und vielleicht sogar schon mit einer Hundeschule Kontakt aufzunehmen. Zudem sollten die folgenden Dinge vor dem Einzug des Golden Retrievers unbedingt vorhanden sein:

  • Hundekörbchen
  • Näpfe
  • Hundefutter
  • Halsband oder Geschirr
  • Leine
  • Spielzeug
  • Transportbox
  • Hundebürste

Golden Retriever aus dem Tierheim adoptieren

In Anbetracht der Tatsache, dass der Golden Retriever zu den populärsten Hunderassen weltweit gehört, kommt man zuweilen gar nicht auf die Idee, dass so mancher Golden Retriever auch im Tierheim landet und dort ein neues Zuhause sucht. Viele Menschen, die sich einen solchen Vierbeiner anschaffen möchten, halten somit nach seriösen Züchtern Ausschau und interessieren sich für einen Golden Retriever Welpen. Unterschiedlichste Umstände führen aber leider immer wieder dazu, dass auch Rassehunde wie der Golden Retriever ihr Zuhause verlieren. Hunde, die dieses Schicksal ereilt, sollten aber nicht den Rest ihres Lebens im Tierheim verbringen müssen, sondern die Möglichkeit bekommen, ein liebevolles Zuhause zu finden. Genau darum geht es im Tierschutz, der somit auch für Freunde des Golden Retrievers eine lohnende Adresse sein kann. Dass längst nicht jeder Tierheimhund ein traumatisierter Problemhund mit auffälligem Verhalten ist, zeigt sich spätestens dann, wenn man sich darauf einlässt, einen Golden Retriever aus dem Tierheim kennenzulernen. Oftmals verliert man schnell sein Herz an den in Not geratenen Hund und fasst den Entschluss, einen Golden Retriever aus dem Tierheim aufzunehmen.

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