Hovawart aus dem Tierheim oder vom Züchter
Der Hovawart ist ein großer, selbstbewusster deutscher Wach- und Gebrauchshund mit starker Bindung an seine Familie und ausgeprägtem Schutztrieb. Weil viele seine Wachsamkeit, seinen Bewegungsbedarf und den Anspruch an konsequente Führung unterschätzen, landet er im Tierheim, wenn Erziehung und Auslastung nicht gelingen.
Im Tierschutz warten Hovawarte auf erfahrene Menschen, die ihm klare Führung, Aufgabe und enge Bindung geben.
Charakter & Wesen
Der Hovawart ist ein aufmerksamer, selbstbewusster und ausgeglichener Hund mit ausgeprägtem Wach- und Schutztrieb. Er bindet sich eng an seine Familie, ist ihr gegenüber freundlich und verschmust, bleibt Fremden aber wachsam und reserviert. Er ist intelligent und arbeitswillig, denkt jedoch selbstständig und braucht eine konsequente, ruhige Führung ohne Härte. Als Spätentwickler wird er erst mit rund drei Jahren richtig erwachsen und verlangt bis dahin viel Geduld.
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Erscheinungsbild
Der Hovawart ist ein kräftiger, mittelgroßer bis großer Hund im leicht gestreckten Format mit langem, leicht gewelltem und dicht anliegendem Fell. Es gibt ihn in drei Farbschlägen: blond, schwarz und schwarzmarken (schwarz mit blonden Abzeichen). Der Kopf ist kräftig mit breiter, gewölbter Stirn, die dreieckigen Hängeohren und der aufmerksame Blick unterstreichen sein wachsames Wesen. Insgesamt wirkt er harmonisch, robust und ausdauernd.
Wie alt wird ein Hovawart? Gesundheit & Lebenserwartung
Ein Hovawart wird durchschnittlich 12 bis 14 Jahre alt und gilt als robuste, langlebige Rasse. Einige Anlagen sollten in der Zucht dennoch beachtet werden.
- Hüftdysplasie (HD): Fehlstellung des Hüftgelenks, weshalb auf HD-untersuchte Elterntiere zu achten ist.
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): kann sich in Antriebslosigkeit und Fellveränderungen zeigen und ist gut behandelbar.
- Wachstum und Gelenke: als großer Hund braucht er im Wachstum maßvolle Belastung, um Gelenkschäden wie Osteochondrose vorzubeugen.
Untersuchte Zuchttiere, ein schonendes Aufwachsen und regelmäßige Vorsorge halten den Hovawart lange gesund.
Haltung & Pflege
Der Hovawart braucht viel Bewegung und vor allem eine Aufgabe: lange Spaziergänge, Fährtenarbeit, Fährten- oder Schutzhundesport und gemeinsames Training lasten ihn körperlich und geistig aus. Er ist gern draußen und passt am besten zu einem Haus mit Garten, den er auch bewacht. Die Fellpflege ist mit gelegentlichem Bürsten überschaubar. Wichtig sind konsequente Erziehung, frühe Sozialisierung und eine klare, faire Führung, damit sein Schutztrieb in gesunden Bahnen bleibt.
Hovawart mit Kindern und anderen Tieren
In seiner Familie ist der Hovawart ein liebevoller, geduldiger und schützender Hund, der Kinder in der Regel gut annimmt und bewacht. Mit anderen Hunden und Tieren, mit denen er aufwächst, kommt er bei guter Sozialisierung zurecht, kann aber gegenüber fremden Hunden dominant auftreten. Wegen seiner Größe und seines Schutztriebs sollten Begegnungen mit Kindern und Gästen souverän begleitet werden.
Für wen ist der Hovawart geeignet?
- Familientauglichhoch
- Anfängertauglichwenig geeignet
- Auslaufbedarfhoch
- Pflegeaufwandmittel
- Wachtriebausgeprägt
- Wohnungshaltungwenig geeignet
Kurz gesagt: Der Hovawart passt zu erfahrenen, konsequenten Menschen mit Zeit, Platz und Freude an einem wachsamen Arbeitshund - für Anfänger ist er nicht die richtige Wahl.
Spricht für den Hovawart
- Loyaler, wachsamer Familien- und Schutzhund
- Selbstbewusst, intelligent und arbeitsfreudig
- Robuste, langlebige Rasse
- Starke Bindung an seine Menschen
Sollte man bedenken
- Ausgeprägter Wach- und Schutztrieb braucht Führung
- Nichts für Anfänger, konsequente Erziehung nötig
- Hoher Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf
- Spätentwickler, der viel Geduld verlangt
Was kostet ein Hovawart?
Zum Kaufpreis kommen laufende Kosten für Futter, Ausstattung, Tierarzt und Versicherung. Die einmaligen Anschaffungskosten hängen stark von der Herkunft ab.
| Herkunft | Kosten | Inklusive |
|---|---|---|
| Tierheim / Tierschutz | ca. 250-450 Euro Schutzgebühr | meist kastriert, geimpft, gechippt und entwurmt |
| Welpe vom Züchter | ca. 1300-1800 Euro | nur bei seriöser Zucht mit HD-Untersuchung und Wesensauswahl |
Tipp aus der Redaktion
Beginne früh mit ruhiger, konsequenter Sozialisierung und dem Besuch einer guten Hundeschule - der Hovawart braucht klare, faire Führung ohne Härte, damit sein Schutztrieb ausgeglichen bleibt.
Einen Hovawart aus dem Tierheim adoptieren
Auch Hovawarte und ähnliche Hütehund-Mischlinge suchen über den Tierschutz ein neues Zuhause. Wenn du Erfahrung mit großen Hunden hast und einem wachsamen Begleiter Führung und Aufgabe bieten kannst, findest du hier ein Tierheim in deiner Nähe.
Tierheim in der Nähe findenHäufige Fragen zum Hovawart
Ein Hovawart wird durchschnittlich 12 bis 14 Jahre alt. Die Rasse gilt als robust und langlebig; untersuchte Zuchttiere und gute Vorsorge unterstützen ein langes Hundeleben.
Rüden werden 63 bis 70 cm groß, Hündinnen 58 bis 65 cm. Das Gewicht liegt bei etwa 25 bis 40 kg. Der Hovawart ist damit ein großer, kräftiger Hund.
Aus dem Tierheim fällt meist eine Schutzgebühr von etwa 250 bis 450 Euro an. Ein Welpe aus seriöser Zucht kostet rund 1300 bis 1800 Euro.
Nein. Der Hovawart hat einen ausgeprägten Wach- und Schutztrieb, denkt selbstständig und braucht erfahrene, konsequente Führung. Für Ersthundehalter ist er in der Regel nicht geeignet.
Der Hovawart ist eine alte deutsche Rasse, die ursprünglich als Hof- und Wachhund gehalten wurde. Heute ist er ein vielseitiger Wach-, Schutz- und Familienhund.
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Einen Hovawart aus dem Tierheim adoptieren
Auch reinrassige Tiere wie der Hovawart landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Hovawart zu Ihrem Alltag passt.
Tierheime und Tierschutzvereine mit Vermittlungstieren - nach Bundesland und Ort.