Bullmastiff aus dem Tierheim oder vom Züchter
Der Bullmastiff ist ein großer, kraftvoller Molosser, der ursprünglich als ruhiger und mutiger Wachhund gezüchtet wurde und trotz seiner Größe ein gelassenes, familienbezogenes Wesen zeigt. Ins Tierheim kommt er oft, weil Halter seine Größe, Kraft und den Schutztrieb unterschätzt haben oder mit der Erziehung überfordert waren.
In erfahrenen Händen ist ein Bullmastiff aus zweiter Hand ein treuer und ausgeglichener Begleiter.
Charakter & Wesen
Der Bullmastiff ist ein ruhiger, souveräner Hund mit ausgeprägtem Schutztrieb, der eng an seine Familie gebunden ist. Er wurde gezüchtet, um Eindringlinge zu stellen, ohne unnötig zu beißen - entsprechend selbstbewusst und wachsam ist er, ohne aggressiv zu sein. Im Alltag ist er meist gelassen und anhänglich, braucht aber eine konsequente, ruhige Führung und frühe Sozialisierung, damit sein Schutzverhalten kontrollierbar bleibt.
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Erscheinungsbild
Der Bullmastiff ist ein imposanter, kompakter Molosser mit kraftvollem Körper und breitem, quadratischem Kopf. Das kurze, harte Fell zeigt sich in Falb, Rot oder Gestromt, stets mit einer dunklen Maske im Gesicht. Trotz seines massigen Erscheinungsbildes wirkt er wendig und ausbalanciert. Ein erwachsener Rüde bringt schnell 50 bis 59 kg auf die Waage.
Wie alt wird ein Bullmastiff? Gesundheit & Lebenserwartung
Wie viele große Molosser hat der Bullmastiff mit 8 bis 10 Jahren eine vergleichsweise kurze Lebenserwartung. Sein Körperbau bringt einige typische Gesundheitsrisiken mit sich.
- Huft- und Ellbogendysplasie: Gelenkfehlstellungen sind bei großen Rassen häufig.
- Magendrehung: ein lebensbedrohlicher Notfall, dem man mit Ruhe nach dem Fressen vorbeugt.
- Herzerkrankungen und Krebs: kommen bei der Rasse gehäuft vor.
Gelenkschonende Aufzucht, mehrere kleine Mahlzeiten und regelmäßige Herz- und Gelenkkontrollen unterstützen ein möglichst langes Hundeleben.
Haltung & Pflege
Der Bullmastiff braucht Platz und eine ruhige, souveräne Führung, ist aber kein Hund für stundenlangen Sport. Maßvolle Spaziergänge reichen ihm; junge Hunde sollten gelenkschonend bewegt werden. Das kurze Fell ist pflegeleicht, allerdings neigt die Rasse zum Sabbern. Wichtig sind frühe Sozialisierung und Erziehung, denn ein ausgewachsener Bullmastiff lässt sich mit reiner Kraft nicht mehr korrigieren.
Bullmastiff mit Kindern und anderen Tieren
Gut sozialisiert ist der Bullmastiff ein geduldiger, gutmütiger Familienhund, der Kinder meist beschützt. Wegen seiner Größe und Kraft sollte der Kontakt mit kleinen Kindern jedoch immer beaufsichtigt werden, damit niemand versehentlich umgestoßen wird. Anderen Hunden, vor allem gleichgeschlechtlichen, kann er dominant begegnen - frühe Sozialisierung ist entscheidend.
Für wen ist der Bullmastiff geeignet?
- Familientauglichhoch
- Anfängertauglichgering
- Auslaufbedarfmittel
- Pflegeaufwandgering
- Wachtriebhoch
- Wohnungshaltungbedingt
Kurz gesagt: Der Bullmastiff gehört in erfahrene, ruhige Hände mit ausreichend Platz. Für Anfänger ist der kraftvolle Wachhund mit ausgeprägtem Schutztrieb keine passende Wahl.
Spricht für den Bullmastiff
- ruhiger, gelassener Hund im Alltag
- treu und eng an die Familie gebunden
- zuverlässiger Wachhund ohne übertriebene Schärfe
- pflegeleichtes kurzes Fell
Sollte man bedenken
- enorme Größe und Kraft, braucht Erfahrung
- ausgeprägter Schutztrieb, frühe Sozialisierung nötig
- vergleichsweise kurze Lebenserwartung
- sabbert und braucht viel Platz
Was kostet ein Bullmastiff?
Neben dem Kaufpreis verursachen ein großer Hund und seine Gesundheitsrisiken höhere Kosten für Futter, Tierarzt und Versicherung.
| Herkunft | Kosten | Inklusive |
|---|---|---|
| Tierheim / Tierschutz | ca. 300-450 Euro Schutzgebühr | meist kastriert, geimpft, gechippt und entwurmt |
| Welpe vom Züchter | ca. 1.500-2.500 Euro | seriöse Zucht mit HD-/ED- und Gesundheitsnachweisen |
Tipp aus der Redaktion
Investiere von Anfang an in Sozialisierung und eine ruhige, konsequente Erziehung: Ein Bullmastiff, der als Welpe viele Menschen, Hunde und Situationen positiv kennenlernt, bleibt auch als 55-Kilo-Hund souverän und gut führbar.
Einen Bullmastiff aus dem Tierheim adoptieren
Immer wieder suchen große Molosser wie der Bullmastiff über das Tierheim ein neues Zuhause. Erfahrene Halter mit Platz und Ruhe schenken ihm einen würdigen Lebensabend.
Tierheim in der Nähe findenHäufige Fragen zum Bullmastiff
Wie viele große Molosser hat der Bullmastiff eine eher kurze Lebenserwartung von etwa 8 bis 10 Jahren. Gute Zucht und gelenkschonende Haltung können sie positiv beeinflussen.
Rüden erreichen 64 bis 69 cm Schulterhöhe und 50 bis 59 kg, Hündinnen sind mit 61 bis 66 cm und 41 bis 50 kg etwas kleiner und leichter.
Aus dem Tierheim liegt die Schutzgebühr bei etwa 300 bis 450 Euro. Ein Welpe von einem seriösen Züchter kostet rund 1.500 bis 2.500 Euro.
Nein. Wegen seiner Größe, Kraft und seines ausgeprägten Schutztriebs braucht der Bullmastiff erfahrene Halter mit ruhiger, konsequenter Führung und ausreichend Platz.
Der Bullmastiff ist kein Ausdaürsportler und kommt mit maßvollen täglichen Spaziergängen aus. Junge Hunde sollten gelenkschonend bewegt werden, um Wachstumsschäden zu vermeiden.
Alle Hunderassen im Überblick
Einen Bullmastiff aus dem Tierheim adoptieren
Auch reinrassige Tiere wie der Bullmastiff landen immer wieder im Tierheim - etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder Überforderung. Wer adoptiert, zahlt statt hoher Zuchtpreise nur eine Schutzgebühr und gibt einem Tier in Not ein Zuhause. Die Tierheime beraten ehrlich, ob ein Bullmastiff zu Ihrem Alltag passt.
Tierheime und Tierschutzvereine mit Vermittlungstieren - nach Bundesland und Ort.